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„Aufwachsen im ärmsten Stadtteil Deutschlands ist…“

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Pressemitteilung der Hochschule Bremerhaven vom 03. Juli 2026

„Aufwachsen im ärmsten Stadtteil Deutschlands ist…“

Studierende veröffentlichen Broschüre und Kurzfilm zum Thema Klassismus

Mit Fragen von Armut und Klasse haben sich Studierende im Studiengang Soziale Arbeit an der Hochschule Bremerhaven intensiv beschäftigt. In der „Klassismuswerkstatt“ sind eine Broschüre und ein Kurzfilm entstanden, in denen sie ihre eigenen biografischen Bezüge literarisch und künstlerisch reflektieren. Die Ergebnisse sind online unter www.hs-bremerhaven.de/de/studium/studiengaenge/soa/armut-und-klasse-thematisieren zu finden.

Die Beiträge in der Broschüre eröffnen Perspektiven auf alltägliche Erfahrungen mit Klassismus, etwa beim Wohnen, im Alltag, im Beruf oder im Bildungswesen. Darin heißt es beispielsweise: „Während des Studiums zu arbeiten ist für mich keine Wahl – und ist so oft eine Qual. Wenig Schlaf, wenig Freizeit, wenig Zeit für die Liebsten; das ist für mich klar, für die anderen jedoch oft unsichtbar.“ Gleichzeitig sind diese Texte Zeugnisse von Scham, Ängsten und Ausgrenzungserfahrungen sowie auch von neuen Erkenntnissen, von Mut, Stärke und Zuversicht. „Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend, gerade für Menschen, die sich auf diese Weise zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigen und die Lesung im Seminar war einfach sehr berührend“, beschreibt Prof. Dr. Antje Handelmann.

Prof. Handelmann leitet die „Klassismuswerkstatt“ gemeinsam mit Prof. Dr. Hannah von Grönheim. Die Studierenden hatten neben der theoretischen Auseinandersetzung auch Raum für Austausch und Kreativität, um ihren Gedanken und Gefühlen zum Thema intensiv nachgehen zu können. „Klassismus ist eine Diskriminierungsform, die im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz nicht als solche anerkannt ist und auch in der Sozialen Arbeit noch zu wenig thematisiert wird, obwohl viele Adressat:innen betroffen sind“, erklärt Prof. Grönheim. Eine öffentliche Lesung und Filmvorführung findet am Dienstag, den 25. August, um 18 Uhr im „Beet“ auf dem Zollinlandsplatz in Bremerhaven statt. Außerdem sind die Broschüre und der Kurzfilm auf der Webseite des Studiengangs abrufbar.

Der siebensemestrige Bachelorstudiengang Soziale Arbeit an der Hochschule Bremerhaven qualifiziert seine Studierenden für die gesamte Bandbreite der Tätigkeitsbereiche, sei es Schulsozialarbeit, Drogenberatung, Erziehungs- und Familienhilfe, Erlebnispädagogik oder die Unterstützung älterer Menschen. Die praxisorientierten Studieninhalte wurden in enger Zusammenarbeit mit regionalen Partner:innen konzipiert und entsprechen damit den tatsächlichen Anforderungen des Arbeitsmarktes. Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse ermöglicht den Studierenden den Erwerb eines Beratungszertifikats. Dieses kann regulär erst nach einer mehrjährigen Ausbildung als Zusatzqualifikation erworben werden. Das Angebot an der Hochschule Bremerhaven ist somit einzigartig. Die Bewerbungsphase für das kommende Wintersemester läuft noch bis zum 15. Juli. Alle Informationen unter www.hs-bremerhaven.de/Soziale-Arbeit.

Mit Begeisterung studieren, lehren und forschen – dafür steht die Hochschule Bremerhaven. In mehr als 20 praxisnahen und innovativen Studiengängen profitieren die rund 3.000 Studierenden von der engen Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft und modernen Lehr- und Lernansätzen. Die zahlreichen Forschungsaktivitäten der „Hochschule am Meer“ wurden bereits vielfach ausgezeichnet und unterstützen nachhaltige Entwicklungen in der Region und darüber hinaus.

Pressekontakt:
Hochschule Bremerhaven
Nadine Metzler
An der Karlstadt 8
27568 Bremerhaven
nmetzler@hs-bremerhaven.de
presse@hs-bremerhaven.de
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