Alle Meldungen
Folgen
Keine Meldung von Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH mehr verpassen.

Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH

Klimaschutzmanagement im Eifelkreis flächendeckend verankert

Seit September 2026 verfügen neben dem Kreis auch sämtliche Verbandsgemeinden sowie die Stadt Bitburg über ein Klimaschutzmanagement

Klimaschutz wird im Eifelkreis Bitburg-Prüm zunehmend zu einer dauerhaften kommunalen Aufgabe: Seit September 2026 verfügen neben dem Kreis auch sämtliche Verbandsgemeinden sowie die Stadt Bitburg über ein Klimaschutzmanagement. Die Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager bringen Fachwissen in die kommunalen Verwaltungen ein, vernetzen unterschiedliche Fachbereiche und Akteure, koordinieren und entwickeln verschiedene Klimaschutzmaßnahmen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um einzelne Projekte - Klimaschutzmanagement schafft Strukturen, bündelt Wissen und trägt dazu bei, Klimaschutz dauerhaft in den kommunalen Entscheidungsprozessen zu verankern.

„Klimaschutz findet vor Ort statt. Wenn Kommunen dafür dauerhaft Fachkompetenz und klare Zuständigkeiten schaffen, können Projekte kontinuierlich weiterentwickelt und vorhandene Potenziale besser genutzt werden. Dass im Eifelkreis inzwischen flächendeckend Klimaschutzmanagements vorhanden sind, ist deshalb ein wichtiger Schritt“, so Benjamin Herrmann Abteilungsleiter Regionalbüros bei der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz.

Klimaschutz als Querschnittsaufgabe

Die Aufgaben der Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager reichen von Energieeffizienz in kommunalen Gebäuden über erneuerbare Energien, Mobilität, Wärmeplanung, Beschaffung, Flächenentwicklung bis hin zur Nutzung von Förderprogrammen – zahlreiche kommunale Entscheidungen haben Auswirkungen auf Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen.

Die Klimaschutzmanagements unterstützen die Verwaltungen dabei, diese Themen zusammenzuführen, Strategien weiterzuentwickeln und konkrete Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Gleichzeitig können sie als Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Vereine und weitere Akteure vor Ort fungieren und gemeinsame Projekte anstoßen.

Gerade im ländlich geprägten Eifelkreis liegen dabei vielfältige Potenziale. Kommunale Gebäude und Liegenschaften bieten Möglichkeiten für Energieeinsparung und erneuerbare Energien. Gleichzeitig können Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager dazu beitragen, regionale Akteure zu vernetzen und Fördermöglichkeiten für konkrete Vorhaben zu erschließen.

Von der Förderung zu dauerhaften Strukturen

In vielen Kommunen entstand Klimaschutzmanagement zunächst im Rahmen zeitlich befristeter Förderprogramme. Diese Förderung ermöglicht es, Fachkompetenz aufzubauen, Klimaschutzkonzepte zu entwickeln und erste Maßnahmen umzusetzen. Entscheidend ist anschließend, die entstandenen Strukturen dauerhaft in den kommunalen Verwaltungen zu verankern.

Im Eifelkreis ist diese Entwicklung inzwischen flächendeckend sichtbar. Die Verbandsgemeinden Arzfeld und Südeifel haben zum 1. September mit ihren Anschlussvorhaben begonnen. Damit sind nun auch dort die nächsten Schritte eingeleitet, um das Klimaschutzmanagement über die erste Förderphase hinaus weiterzuführen. In den übrigen Kommunen ist das Klimaschutzmanagement bereits dauerhaft innerhalb der Verwaltung verankert beziehungsweise befindet sich auf dem Weg dorthin.

Damit zeigt sich im Eifelkreis eine Entwicklung von zeitlich befristeten Förderprojekten hin zu dauerhaften kommunalen Strukturen. Die entstandenen Fachkenntnisse bleiben in den Verwaltungen erhalten, Projekte können kontinuierlich begleitet und Netzwerke langfristig weiterentwickelt werden.

Auch landesweit ist eine zunehmende Verstetigung zu beobachten. Aktuell sind in den rheinland-pfälzischen Kommunen 136 Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager aktiv; rund zwei Drittel dieser Stellen sind bereits verstetigt. Zudem gibt es inzwischen in mehr als 60 Kommunen Energiemanagements.

„Die Verstetigung von Klimaschutzmanagements bedeutet mehr als die Sicherung einzelner Stellen. Sie schafft dauerhaftes Wissen, gewachsene Netzwerke und klare Verantwortlichkeiten in den Kommunen. Damit können Projekte konsequenter verfolgt, Fördermöglichkeiten noch besser genutzt und Investitionen strategischer vorbereitet werden. Klimaschutzmanagement wird so zu einem festen Bestandteil leistungsfähiger kommunaler Verwaltung und kann zur nachhaltigen Entlastung kommunaler Haushalte beitragen“, so Benjamin Herrmann.

Fachkompetenz schafft Handlungsmöglichkeiten

Klimaschutzmanagement kann zudem konkrete finanzielle und organisatorische Vorteile für die Kommunen schaffen. Ein systematischer Blick auf Energieverbräuche und Einsparpotenziale kann dazu beitragen, laufende Energiekosten zu reduzieren. Gleichzeitig können Förderprogramme gezielter genutzt und Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien professioneller vorbereitet werden.

Mit der flächendeckenden Einrichtung von Klimaschutzmanagements verfügt der Eifelkreis damit über eine wichtige Grundlage, um Klimaschutz und Energieeffizienz langfristig weiterzuentwickeln. Aus einzelnen, zunächst geförderten Projekten sind zunehmend dauerhafte Strukturen und Ansprechpartner vor Ort entstanden.

Klimaschutz wird damit im Eifelkreis zu einer festen kommunalen Aufgabe – und Klimaschutzmanagement zu einem wichtigen Bestandteil zukunftsfähiger kommunaler Verwaltung.

Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
Ansprechpartnerin:
Sabine Werle / Pressereferentin
Tel.: 0631 - 34371-173
sabine.werle@energieagentur.rlp.de

Die Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz im Internet:
 www.energieagentur.rlp.de
 www.earlp.de/linkedin
 www.facebook.com/energie.rlp
Amtsgericht Kaiserslautern HRB 31374 | USt-IdNr. DE284314949
Geschäftsführung: Johannes Kletting | Prokuristin: Christina Kaltenegger-Braun | Vorsitzender AR: Daniel Stich, Staatssekretär
Weitere Meldungen: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
Weitere Meldungen: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH