Pressemitteilung Nr. 032/2026 der Leibniz Universität Hannover Forschungsbau Forum Wissenschaftsreflexion ist eröffnet
Pressemitteilung Nr. 032/2026 der Leibniz Universität Hannover
Forschungsbau Forum Wissenschaftsreflexion ist eröffnet
Neubau in der Nordstadt Hannovers bündelt geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung der LUH
Forschung zu drängenden Zukunftsfragen und zum Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft: Für diese Themen gibt es jetzt einen eigenen Forschungsbau an der Leibniz Universität Hannover (LUH). Der Neubau Forum Wissenschaftsreflexion für die Geistes- und Sozialwissenschaften ist am 17. Juni eröffnet worden. Das Gebäude in Hannovers Nordstadt an der Straße Im Moore bündelt Forschungsgruppen zur Wissenschafts- und Hochschulforschung, die bislang auf unterschiedliche Standorte verteilt waren.
„Heute ist ein besonderer Tag für unsere Universität und auch den Wissenschaftsstandort Hannover“, sagte Universitätspräsident Prof. Dr. Volker Epping in seinem Grußwort. „Mit dem Forum Wissenschaftsreflexion haben wir einen der wenigen Forschungsbauten der Geistes- und Sozialwissenschaften überhaupt und den einzigen an einer Technischen Universität des TU9-Verbunds.“ Der Neubau sei ein nach außen hin sichtbares Zeichen, dass die LUH nicht nur ein starkes technisch-naturwissenschaftliches Profil habe, sondern mit der Wissenschaftsreflexion auch einen großen Forschungsschwerpunkt in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Zukunftsfragen ließen sich nur gemeinsam beantworten – in enger Zusammenarbeit der Ingenieur-, Natur- und Lebenswissenschaften mit den Geistes- und Sozialwissenschaften als unverzichtbarem Teil einer umfassenden wissenschaftlichen Perspektive.
Im Forum Wissenschaftsreflexion werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Philosophie, Soziologie, Volkswirtschaftslehre, Politik- und Rechtswissenschaften unter einem Dach zusammenarbeiten. An keiner anderen Universität in Deutschland existieren aktuell vergleichbar viele Professuren in den Themengebieten Wissenschafts- und Hochschulforschung. An der LUH sind es derzeit rund 20.
Der Fokus liegt auf interdisziplinären Forschungsperspektiven, die das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft untersuchen und Stellung zu aktuellen Herausforderungen beziehen – wie Angriffen auf die Wissenschaftsfreiheit. Generell werden zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit – seien es der Klimawandel, die Welternährung, die Energieversorgung oder die Gesundheitsentwicklung – beträchtliche Erwartungen in wissenschaftliches Wissen gesetzt. Forschende befinden sich heutzutage im Spannungsfeld zwischen erfolgreicher Forschung, Entwicklung, Vermittlung und Anwendung. Dieses Feld ist durch vielfältige einander widerstrebende Interessen geprägt, insbesondere durch Ökonomisierung, Politisierung und Medialisierung. So werden auch die vielschichtigen Aufgaben der Hochschulen in den Blick genommen.
„Wie die Natur-, Technik- und Lebenswissenschaften in erster Linie Laborflächen und Großgeräte brauchen, benötigen wir in den Geistes- und Sozialwissenschaften herausragende Kommunikationsstrukturen: Räume zur Begegnung, zum permanenten Austausch, die viele Formen gemeinsamer Forschung überhaupt erst möglich machen“, erläutert Prof. Dr. Eva Barlösius, Sprecherin des Forums Wissenschaftsreflexion. Diesen Bedarfen werden im Forschungsneubau mit seinen vielen Kommunikationsflächen und einer großen „Wissenswerkstatt“ Rechnung getragen.
Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, die per Video zugeschaltet war, betonte: „Der erste geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsneubau an einer technischen Universität in Deutschland – ein ganz, ganz starkes Zeichen und ein hochaktuelles. Die großen technologischen Umbrüche, die wir gerade erleben, brauchen genau diese Art von Analyse.“ Auch der niedersächsische Wissenschaftsminister Falko Mohrs sowie Belit Onay, Oberbürgermeister der Stadt Hannover, zeigten sich in ihren Grußworten hocherfreut über den gelungenen Forschungsbau für die Geistes- und Sozialwissenschaften zu diesem gesellschaftlich und politisch wichtigen Thema.
Die Bauzeit des Forums Wissenschaftsreflexion mit seiner Nutzfläche von 2.200 Quadratmetern betrug etwa drei Jahre (Grundsteinlegung: 6. Juli 2023). Das Gebäude bietet Bürofläche für 142 Menschen sowie Seminar- und Kommunikationsräume und einen Veranstaltungssaal. Entworfen wurde es von Michel+Wolf Architekten (Stuttgart). Einen Teil der Baukosten von insgesamt rund 19,3 Millionen Euro hat der Bund übernommen (etwa 7,37 Millionen Euro), den anderen Teil trägt das Land Niedersachen, maßgeblich aus dem Programm „zukunft.niedersachsen“.
Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Mechtild Freiin v. Münchhausen, Pressesprecherin der Leibniz Universität Hannover und Leiterin des Referats für Kommunikation und Marketing, unter Telefon 0511 762 5342 oder per E-Mail unter kommunikation@uni-hannover.de gern zur Verfügung.
Mechtild Freiin v. Münchhausen, M.A. Leiterin Kommunikation und Marketing Pressesprecherin Referat für Kommunikation und Marketing Leibniz Universität Hannover Welfengarten 1 30167 Hannover Tel.: 0511/762-5342 Fax: 0511/762-5391 kommunikation@uni-hannover.de www.uni-hannover.de

