Max Ophüls Preis für gesellschaftlich relevanten Film 2026 für "NOAH"
Max Ophüls Preis für den gesellschaftlich relevanten Film 2026
Nachwuchspreis von Deutschlandfunk Kultur für Spielfilm „NOAH"
Presseinformation, 24. Januar 2026
Beim 47. Filmfestival Max Ophüls Preis ist Ali Tamim (Regie & Drehbuch) für seinen Spielfilm „NOAH“ mit dem Preis für den gesellschaftlich relevanten Film ausgezeichnet worden. Der von Deutschlandfunk Kultur gestiftete Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Seit 2014 zeichnet er jedes Jahr einen Spielfilm aus, der durch einen unkonventionellen Zugang zu einem gesellschaftlich relevanten Thema auf sich aufmerksam macht.
Zum Film: Als Noah nach einer Polizeikontrolle stirbt, entfaltet sich eine verhängnisvolle Nacht. Für seine Mutter beginnt schon auf dem Weg zum Krankenhaus der Kampf gegen die Trauer und die Mauern der Behörden. Zwei Freund:innen, die in derselben Nachbarschaft wie Noah leben, geraten nach der Nachricht seines Todes in rasende Wut und suchen dafür ein Ventil. Und Ibrahim, ein Polizist, wird Zeuge, wie seine Einsatzgruppe wegen Vorurteilen folgenschwere Fehler begeht. Vier Schicksale, die sich miteinander verschränken – und über denen die Frage schwebt: Wie viel mehr müssen wir noch leisten, um in dieser Gesellschaft dazuzugehören?
Die fünfköpfige Jury erklärte zur Begründung: „Radikal, kompromisslos und kampfbereit gelingt es den Spieler:innen, uns von der Dringlichkeit zu überzeugen, dass das Alte zerstört werden muss. Wir als Publikum werden durch die unterschiedlichen Perspektiven unausweichlich herausgefordert. Denn das Anliegen dieses Films ist nichts Geringeres als die Erfindung einer neuen Gesellschaft, von der die überzeugenden Figuren zurecht träumen.“
Ali Tamim wurde 1988 in Berlin geboren. Er ist Regisseur und Autor. Jurastudium an der Freien Universität Berlin mit erstem Staatsexamen, anschließend Regiestudium an der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“. Tamims Film „PTOK“ (2017) war für den Max Ophüls Preis als „Bester Kurzfilm“ nominiert; sein Film „DRECK“(2019) gewann den First Steps Award, der Hauptdarsteller zudem den Götz-George-Preis. „NOAH“ ist Tamims Langfilmdebüt und erhielt den Deutschen Drehbuchpreis.
Max Ophüls Preis
Das Filmfestival Max Ophüls Preis zählt seit 1980 zu den wichtigsten Filmfestivals für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm. Seinen Namen verdankt das Festival dem gebürtigen Saarbrücker Theater- und Filmregisseur Max Ophüls (1902–1957). Bei dem Festival vom 19. bis 25. Januar 2026 sind zahlreiche weitere Preise vergeben worden, unter anderem der Preis für den besten Spielfilm, die beste Regie oder das beste Drehbuch.
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