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Universität zu Köln

Rund 9,9 Millionen Euro für KI-Hochleistungsrechner in Nordrhein-Westfalen

Übergabe des Förderbescheids für „hpcBasisCluster2.nrw“ durch Ministerin Ina Brandes an der Universität zu Köln / Neue Hochleistungsrechenkapazitäten stellen einem Hochschulkonsortium KI-Ressourcen für Forschung und Lehre bereit

Die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Brandes MdL, hat an der Universität zu Köln den Förderbescheid für neue Hochleistungsrechenkapazitäten übergeben. Unter dem Namen „hpcBasisCluster2.NRW“ entsteht damit in Nordrhein-Westfalen ein Cluster leistungsfähiger Prozessoren auf dem neuesten Stand der Technik, das allen beteiligten Institutionen Zugang zu zentralen Hochleistungsrechnern ermöglicht und für das zunehmend wichtige Gebiet der Künstlichen Intelligenz als hochmodernes System für Forschung sowie für Anwendungen in der Lehre bereitsteht. Das Gesamtvolumen der Förderung, an deren Antragstellung 11 Hochschulen in NRW beteiligt waren, beträgt für zunächst sechs Jahre rund 9,9 Millionen Euro. Davon stammen 9 Millionen Euro aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur. 900.000 Euro sind Eigenmittel der nutzenden Hochschulen.

An der Universität zu Köln wird mit dem hpcBasisCluster.nrw schrittweise der stärkste Hochleistungsrechner im Bereich der Grundversorgung (Tier-3) in Nordrhein-Westfalen und bundesweit eines der größten Systeme seiner Klasse aufgebaut. Es stellt Rechenpower insbesondere für all jene Hochschulen bereit, die hohe Rechenleistung brauchen oder die kein eigenes Rechenzentrum betreiben. An der Universität soll das neue System etwa genutzt werden, um große Datenmengen zu verarbeiten, die dabei helfen, das Universum besser zu verstehen, um quantenchemische Berechnungen durchzuführen oder komplexe Simulationen für medizinische Fragestellungen zu erstellen.

Das hpcBasisCluster.nrw wird in zwei Stufen an der Universität zu Köln aufgebaut. Die Inbetriebnahme der ersten Stufe wird nach Einbau der zu liefernden Chips für Ende des Jahres 2026 erwartet. Für die zweite Ausbaustufe überreichte Wissenschaftsministerin Ina Brandes am Donnerstag, 30. April 2026, den Förderbescheid an den Rektor der Universität zu Köln Prof. Dr. Joybrato Mukherjee und den Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Stefan Wesner. Die Inbetriebnahme von hpcBasisCluster.nrw in seiner Endstufe ist für Ende 2027 vorgesehen.

Kultur- und Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Für unsere exzellente Forschung und Lehre schaffen wir eine ebenso exzellente Infrastruktur. Dazu treiben wir die zentrale Versorgung unserer Hochschulen mit Rechenkapazität konsequent voran, die wir zur Weiterentwicklung von KI und anderen Zukunftstechnologien dringend benötigen. Nordrhein-Westfalen führt Forschungsdaten und Hochleistungsrechnen künftig in vier zentralen Rechenzentren zusammen, um die Ressourcen dort zu bündeln, wo sie genutzt werden. Davon profitieren die Hochschulen bei KI-Anwendungen doppelt: Sie haben Zugriff auf große Datenmengen und können hohe Rechenkapazitäten nutzen. Zudem ist die zentrale Administration an vier Standorten effizienter und kostengünstiger.“

Mit dem hpcBasisCluster.nrw erhalten Forscherinnen und Forscher wie auch Studentinnen und Studenten einen einfacheren, strukturierten Zugang zu Rechenkapazitäten. Dabei wird das System zu rund 80 Prozent spezielle KI-Ressourcen bereitstellen. So können etwa neue KI-Anwendungen und eigene Modelle entwickelt werden, die hochsensible Daten direkt vor Ort und unabhängig von ausländischen und kommerziellen Serverfarm-Anbietern verarbeiten. Dadurch werden Risiken durch politische Abhängigkeiten oder externe Zugriffe minimiert. Mit dem Start von hpcBasisCluster.nrw an der Universität zu Köln werden die Kapazitäten des Hochleistungsrechners landesweit nutzbar.

Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Rektor der Universität zu Köln: „Mit dem hpcBasisCluster.nrw stärken wir die wissenschaftliche Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen nachhaltig. Für die Universität zu Köln bedeutet dies einen entscheidenden Fortschritt, um datenintensive Forschung auf internationalem Spitzenniveau und innovative Lehre zu betreiben, insbesondere im dynamisch wachsenden Bereich der Künstlichen Intelligenz. Mein Dank gilt den beteiligten Partnern und dem Land Nordrhein-Westfalen für diese zukunftsweisende Investition.“

Prof. Dr.-Ing. Stefan Wesner, Chief Information Officer und Direktor IT Center University of Cologne, Universität zu Köln: „Der mit dem hpcBasisCluster begonnene Weg, in Nordrhein-Westfalen rechen- und datenintensive Forschungsbedarfe hochschulübergreifend zu bündeln, vereinfacht Kooperationen und bietet allen beteiligten Einrichtungen den Zugang zu moderner und leistungsfähiger Rechenkapazität. Ich bedanke mich bei den Fördergebern und allen beteiligten Einrichtungen, uns die Grundversorgung und Bereitstellung von KI-Kapazität für Forschung und Lehre anzuvertrauen.“

Inhaltlicher Kontakt:

Professor Dr.-Ing. Stefan Wesner

IT Center University of Cologne

+49 221 470 89700

wesner@uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470 2356 
j.voelkel@verw.uni-koeln.de
Chief Communications Officer:
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V.i.S.d.P.: Dr. Elisabeth Hoffmann
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