Alle Storys
Folgen
Keine Story von Universitätsklinikum Essen AöR mehr verpassen.

Universitätsklinikum Essen AöR

Neue Hoffnung bei chronischen Nervenschmerzen: EU-Projekt RESOLVE startet

Neue Hoffnung bei chronischen Nervenschmerzen: EU-Projekt RESOLVE startet
  • Bild-Infos
  • Download

Neue Hoffnung bei chronischen Nervenschmerzen

EU-Projekt RESOLVE startet

Weltweit leiden schätzungsweise bis zu 10 Prozent der Bevölkerung an chronischen neuropathischen Schmerzen, zum Beispiel nach Chemotherapien. Die Ursache dieser Schmerzen liegt im Nervensystem selbst: Geschädigte Nerven senden dauerhaft Schmerzsignale, auch ohne Auslöser. So klingt der Schmerz nicht mehr ab. Dort setzt das internationale Forschungsprojekt RESOLVE an, an dem Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen maßgeblich beteiligt sind. Es wird im Rahmen der europäischen ERA-NET-NEURON-Initiative mit 1,2 Millionen Euro für zwei Jahre gefördert. Davon fließen rund 350.000 Euro an den Forschungsstandort Essen.

Das Konsortium möchte eine neue Therapie entwickeln, die Entzündungsprozesse gezielt beeinflusst, um schmerzverstärkende Mechanismen abzuschwächen und gleichzeitig Reparaturvorgänge im Nervensystem zu fördern. Im Mittelpunkt stehen extrazelluläre Vesikel – winzige Partikel, die von Stamm- und Bindegewebszellen freigesetzt werden und als natürliche Botenstoffe zwischen Zellen des Nervensystems wirken. Sie können Entzündungsreaktionen regulieren und das Immunsystem ins Gleichgewicht bringen. Statt nur Symptome zu lindern, untersuchen die Wissenschaftler:innen die grundlegenden Prozesse, die chronische Schmerzen aufrechterhalten.

Am Standort Essen leiten Dr. Fabian Szepanowski von der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Essen und Prof. Dr. Bernd Giebel vom Institut für Transfusionsmedizin das Projekt. Dr. Szepanowski verfügt über langjährige Expertise in der Erforschung von Entzündungsprozessen und Regeneration im Nervensystem. Prof. Dr. Giebel gilt als wegweisender Experte auf dem Gebiet der extrazellulären Vesikel. Durch die enge Verbindung neuroimmunologischer Forschung mit innovativer Vesikelbiologie entsteht eine synergistische Plattform für die gezielte Weiterentwicklung neuer Therapiestrategien in Richtung klinischer Anwendung.

Das Projekt „RESOLVE – Stem Cell-Derived Extracellular Vesicles as Novel Tools for Inflammatory Recalibration and Resolution of Chronic Pain“ vereint Fachleute aus dem Vereinigten Königreich (University of Reading), Deutschland (Universitätsklinikum Essen), Litauen (Centre for Innovative Medicine), Rumänien (University of Craiova) und Kroatien (Biotechunternehmen Labena). Komplementäre Forschungsansätze adressieren die vielfältigen Ursachen neuropathischer Schmerzen und verbinden Ergebnisse aus experimentellen Modellen mit Untersuchungen an Proben von Patient:innen.

Mehr zur ERA-NET NEURON Initiative: https://www.neuron-eranet.eu

Weitere Informationen:

Dr. Fabian Szepanowski, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Essen, fabian.szepanowski@uk-essen.de">fabian.szepanowski@uk-essen.de

Prof. Dr. Bernd Giebel, Institut für Transfusionsmedizin, Universitätsklinikum Essen, bernd.giebel@uk-essen.de">bernd.giebel@uk-essen.de

Pressekontakt 
Martin Rolshoven, M.A.
Referat für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Dekanat der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen
E-Mail: martin.rolshoven@uk-essen.de 
Telefon: 0201/723-6274 
Internetseite: www.uni-due.de/med 
Social Media:  Instagram |  Facebook |  LinkedIn
Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen 
Die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist auf dem Campus des Universitätsklinikums Essen angesiedelt. Wissenschaftler:innen verschiedener Disziplinen arbeiten hier gemeinsam am medizinischen Fortschritt und geben ihr Wissen an den Nachwuchs weiter. Das Ziel: Forschung auf internationalem Spitzenniveau und eine exzellente Ausbildung zukünftiger Wissenschaftler:innen, Ärzt:innen und Pflegefachpersonen. 

Zu den Forschungsschwerpunkten zählen Herz- und Kreislauferkrankungen, Immunologie und Infektiologie, Onkologie, Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften sowie Transplantation. Eine Reihe in Essen entwickelter diagnostischer und therapeutischer Verfahren ist weltweiter Standard. Die Core Facilities der Medizinischen Fakultät unterstützen die Forschungsarbeiten der rund 1.500 Wissenschaftler:innen im klinischen und grundlagenwissenschaftlichen Bereich.

Das Studium umfasst naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen, klinische Fächer sowie Psychologie und Soziologie. Es verknüpft die Theorie und Anwendung am individuellen Krankheitsfall. Die Medizinische Fakultät der UDE entwickelt die Lehre durch regelmäßige Evaluationen sowie ein strukturiertes Qualitätsmanagement kontinuierlich weiter. 
Über die Essener Universitätsmedizin 
Die Essener Universitätsmedizin (UME) umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 15 Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die UME ist mit etwa 1.700 Betten und rund 11.000 Mitarbeitenden das führende Gesundheitskompetenzzentrum des Ruhrgebiets und deckt die ganze Bandbreite einer umfassenden medizinischen Versorgung ab: von der Geburtshilfe über die Kinderheilkunde bis zum Behandlungsspektrum der inneren Medizin sowie der Unfall- und Notfallversorgung. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen.
Weitere Storys: Universitätsklinikum Essen AöR
Weitere Storys: Universitätsklinikum Essen AöR