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07.10.2018 – 09:05

Global Micro Initiative e.V.

Entwicklungszusammenarbeit Philippinen
Hilfsprojekt nach Taifun Mangkhut fortgesetzt

Entwicklungszusammenarbeit Philippinen / Hilfsprojekt nach Taifun Mangkhut fortgesetzt
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Ausbildungen für ein Leben oberhalb der Armutsgrenze

Mehr als hundert Todesopfer und unzählige Verletzte, erhebliche Schäden an Gebäuden und Straßen: Taifun "Mangkhut" hat Mitte September auf seinem Weg durch Südostasien seine Zerstörungskraft voll entfaltet. Besonders hart traf der bisher stärkste Wirbelsturm des Jahres die Philippinen.

Auch Tobias Schüßler, Vorstandsvorsitzender der Hösbacher Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V. (GMI), beobachtete das Geschehen. "Unsere philippinische Partnerorganisation Project Life Subic (PLS) war ebenfalls von "Mangkhut" betroffen. Zum Schutz der Mitarbeiter und Teilnehmer wurde unter anderem unser gemeinsames Ausbildungsprogramm unterbrochen, Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz vor Überflutungen wurden getroffen. Der Wirbelsturm zog dann zum Glück nördlich an Olongapo vorüber. Zurück blieben in Olongapo entwurzelte Bäume und einige überflutete Straßen. Allen Mitarbeitern und Teilnehmern geht es gut."

Inzwischen hat PLS die Ausbildungen im Nähcenter wieder aufgenommen. Global Micro Initiative e.V. sponsort solche Ausbildungen mithilfe von Spenden. Ziel ist es, Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, auf diese Weise eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Unter den Teilnehmern ist die 56 Jahre alte Marciell. Gemeinsam mit ihrem Mann, der als Zimmermann arbeitet, und ihren drei Kindern lebt sie in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Etwa 160 EUR verdient ihr Mann im Monat. Ihren Traum Luftfahrtingenieurin zu werden, konnte Marciell nicht verwirklichen. Sie stammt aus ärmlichen Verhältnissen, ihre Eltern hatten nicht die Mittel, Marciell auf eine Universität zu schicken. Mit der Nähausbildung hofft sie nun, eine Arbeitsstelle als Schneiderin zu finden,

Angelo Baltao, ein weiterer Teilnehmer, träumte schon immer davon, Koch zu werden und einen kleinen Imbiss zu eröffnen. Vor Beginn der Nähausbildung arbeitete der 59-jährige als Kosmetiker und lebte von etwa 64 EUR im Monat. Er kocht gerne und pflanzt eigenes Gemüse und Kräuter an. Durch die Nähausbildung erhofft sich Angelo, endlich eine Arbeitsstelle zu finden. Um somit zunächst Geld sparen zu können, um seinen Traum von einem eigenen Imbiss eines Tages zu verwirklichen. Bis dahin bieten seine Nähfertigkeiten ein Nebeneinkommen für ihn.

Die dritte von GMI geförderte Teilnehmerin dieses Kurses ist die 50-jährige Sara. Sie lebt mit ihren drei Kindern, ihrem Mann und weiteren Verwandten in einem kleinen Haus in Subic. Ihr Mann arbeitet als Schweinehirt. Die Familie muss mit 166 EUR im Monat auskommen. Nach ihrer Ausbildung möchte Sara gerne ihren Kindheitstraum verwirklichen und ihren eigenen Laden eröffnen, in welchem sie selbst hergestellte Kleidung, Taschen und andere Accessoires verkaufen kann.

"Unsere Teilnehmer sind alle hochmotiviert", so Schüßler. "Oftmals nehmen Naturkatastrophen den Menschen hier das Wenige, das sie haben und Familien haben kein Geld für die Schulbildung ihrer Kinder. Deshalb freuen wir uns um so mehr, dass wir Dank unserer Spender, diesen Menschen helfen und ihnen eine Nähausbildung finanzieren können."

Anja Reichmann