Long-COVID-Awareness-Day: Neurologische Folgen der Pandemie – Ärzt:innen sehen Chance in digitaler Therapie gegen „Brain Fog"
Pressemitteilung
Long-COVID-Awareness-Day: Neurologische Folgen der Pandemie – Ärzt:innen sehen Chance in digitaler Therapie gegen „Brain Fog“
Berlin, 13. März 2026 – Gedächtnisprobleme, Konzentrationsstörungen, verlangsamtes Denken: Kognitive Beschwerden, häufig als „Brain Fog“ bezeichnet, zählen zu den häufigsten und belastendsten Langzeitfolgen nach einer SARS-CoV-2-Infektion. Zum Long-COVID-Awareness-Day am 15. März weisen Ärzt:innen darauf hin, dass diese neurologischen Symptome mit einem digitalen Therapieangebot evidenzbasiert und leitliniengerecht gelindert werden können.
„Häufigster Grund, warum Patient:innen aus dem Erwerbsleben ausscheiden“
Kognitive Symptome treten bei etwa 36 Prozent der Long-COVID-Patient:innen auf. Sie sind „neben der Fatigue eines der häufigsten Symptome bei Long-COVID – und auch meistens das Symptom, was dazu führt, dass diese Patientinnen und Patienten aus dem Erwerbsleben ausscheiden“, sagt Dr. Alexa Alica Kupferschnitt, promovierte Psychotherapeutin und Wissenschaftlerin (Charité Berlin) mit Forschungsschwerpunkt Long-COVID. „Der Kopf funktioniert nicht mehr so wie früher – für viele Patientinnen und Patienten ist das eine enorme Belastung.“
Ärzt:innen: MoCA oft unauffällig – Neuropsychologie ist knapp
Wie groß die Versorgungslücke ist, beschreibt Dr. Astrid Weber, Leiterin der Long-COVID-Ambulanz in Koblenz: Long-COVID-Patient:innen hätten oft eine temporäre kognitive Störung, die sich über Standard-Screenings wie den MoCA „nur schwer fassen“ lasse – und therapeutisch könne man „wenig anbieten“. Neuropsycholog:innen als Überweisungspartner gibt es „viel zu wenige“. Auf etwa 210 ambulante neuropsychologische Praxen kommen fast eine Million Long-COVID-Patient:innen.
Besonders problematisch ist die Situation nach einer Rehabilitationsmaßnahme: Während in Reha-Kliniken häufig neuropsychologische Testungen und Trainings angeboten werden, endet diese Unterstützung nach der Entlassung oft abrupt.
Digitale Therapie als Ergänzung zur Versorgung
Vor diesem Hintergrund gewinnen digitale Gesundheitsanwendungen zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen es Patient:innen, evidenzbasierte Therapieprogramme im Alltag in Eigenregie fortzuführen.
Eine solche Anwendung ist NeuroNation MED, eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zur Behandlung leichter kognitiver Störungen. Die App bietet personalisiertes, multidomänen-basiertes kognitives Training und kann von Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen auf Rezept verordnet werden.
„Beim Gehirn gilt im Grunde das gleiche Prinzip wie beim Muskeltraining“, sagt Kupferschmitt. „Wenn man bestimmte kognitive Funktionen regelmäßig trainiert, können sich neuronale Verbindungen verstärken.“
NeuroNation MED: Evidenzbasierte DiGA für kognitive Störungen bei Long-COVID
In einer Interimsanalyse einer randomisierten Studie (12 Wochen Training vs. Warteliste) verbesserte sich die Interventionsgruppe im S-NAB-Index, einer neuropsychologische Testbatterie zur Messung kognitiver Leistungen, signifikant (p=0.0028; d=0.53). Auch in der Long-COVID-Subgruppe stiegen die Scores an und spiegelten damit das Muster der Interventionsgruppe.
Long-COVID-Awareness-Day macht auf anhaltende Folgen aufmerksam
Der Long-COVID-Awareness-Day am 15. März soll weltweit auf die Situation von Millionen Betroffenen aufmerksam machen. Viele von ihnen leiden noch Jahre nach der Infektion unter anhaltenden Symptomen.
Während die Forschung weiter nach Ursachen und Therapien sucht, sehen Ärzt:innen in digitalen Therapieansätzen bereits heute eine Möglichkeit, Versorgungslücken zu schließen und Patient:innen im Alltag zu unterstützen.
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Quellen
[1] Luo, S., Lai, L. Y., Zhu, R., Gao, Y., & Zhao, Z. (2025). Prevalence and duration of common symptoms in people with long COVID: A systematic review and meta-analysis. Journal of Global Health, 15, 04282.
[2] Nübel J, Beyer AK, Kümpel L, Eckert G, Yessimova D, Heldt K, et al. Long COVID bei Erwachsenen – eine aktuelle Bestandsaufnahme zu gesundheitlichen Langzeitfolgen nach SARS-CoV-2-Infektion. J Health Monit. 2026;11:02.
[3] Ferizaj, D., Stamm, O., Perotti, L., Martin, E. M., Finke, K., Finke, C., & Heimann-Steinert, A. (2024). Effectiveness of mobile computerized cognitive training in adults with mild cognitive impairment: interim analysis of a randomized controlled trial.
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Über NeuroNation MED
NeuroNation MED ist eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) von der Synaptikon GmbH zur Behandlung kognitiver Defizite, die auf evidenzbasiertem Gehirntraining basiert und Patient:innen unterstützt, ihre mentale Leistungsfähigkeit gezielt zu stärken.
Über die Synaptikon GmbH
Die Synaptikon GmbH wurde 2011 in Berlin gegründet und entwickelt digitale Lösungen zur Förderung der kognitiven Gesundheit. Mit über 30 Millionen Nutzer:innen weltweit zählt das Unternehmen zu den führenden Anbietern digitaler kognitiver Interventionen. Die App NeuroNation MED ist als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) dauerhaft zugelassen und kann von Ärzt:innen und Therapeut:innen auf Rezept verordnet werden (PZN: 18787822). Sie richtet sich an Menschen mit leichten kognitiven Störungen (ICD-10: F06.7) – etwa infolge von erworbenen und neurodegenerativen neurologischen, internistischen oder onkologischen Grunderkrankungen. Das multimodale Trainingsprogramm umfasst 23 interaktive, personalisierte Übungen und basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus klinischen Studien. NeuroNation MED ist CE-gekennzeichnet, auf Deutsch und Englisch verfügbar und wird in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen wie der Charité Berlin, der Universitätsklinik Jena und der Universität zu Köln weiterentwickelt. www.neuronation-med.de.
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