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Bastei Lübbe AG

ots.Audio: Es begann mit einer harmlosen Untersuchung und wurde zu einem Weg durch die Hölle - "Aus Liebe zu ihm", das neue Buch von Diana Beate Hellmann

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Bergisch Gladbach (ots)

Eine sehr bewegende Geschichte erzählt Diana Beate Hellmann in 
ihrem neuen Roman "Aus Liebe zu ihm". Es geht um sehr persönliche 
Einblicke in ihr Leben und das ihres Mannes, der an Prostatakrebs 
erkrankt ist. Die renommierte Schriftstellerin lebt mit ihrem Mann in
Los Angeles und ich habe mit ihr telefoniert. Frau Hellmann, wann 
sind  sie überhaupt auf die Idee gekommen, ein Buch über die 
Krankheit zu schreiben?
0-Ton: 40 Sekunden
In 2003, ganz, ganz plötzlich. Bei uns ist das, im Gegensatz zu der 
Buchgeschichte, wo es in 2004, glaube ich, losgeht, im wirklichen 
Leben ist das 2001 passiert. Und ich habe fast zwei Jahre gebraucht, 
um überhaupt einigermaßen mit der ganzen Situation klarzukommen. Und 
dann stellte ich fest, dass ich überhaupt nicht klarkam. Und in dem 
Moment habe ich gedacht, so und jetzt kann ich anfangen, darüber zu 
schreiben. Ich habe auch lange mit meinem Mann vorher darüber 
geredet, ob er das überhaupt wollte. Und er war damals sehr präzise 
und hat gesagt, wenn er nicht damit nach draußen gehen muss und sagen
muss: "Ich bin derjenige, der die Windeln braucht", ist das mit ihm 
in Ordnung.
Der Titel des Buches lautet ja: "Aus Liebe zu ihm". Was haben Sie 
aus Liebe zu ihm getan?
0-Ton: 23 Sekunden
Ich glaube, ich habe aus Liebe zu ihm eigentlich nur eines getan: Das
angenommen, als das was es war. Und die negativen Aspekte der 
Erkrankung, so positiv wie möglich zu sehen. Was sicherlich in meinem
Alter, ich war damals 44, nicht so ganz einfach war. Aber ohne 
Sexualität kann das Liebesleben sehr viel intensiver werden, als man 
sich das vorstellt.
Mit "Zwei Frauen", haben Sie vor Jahren ihre eigene Krebskrankheit
dokumentiert. Welche Parallelen gab es zwischen Ihrer Krankheit und 
der ihres Mannes?
0-Ton: 40 Sekunden
Ich glaube gar keine, würde ich mal sagen. Ich war damals ein junges 
Mädchen, das keine Ahnung hatte, dass man sterben kann, wenn man so 
jung ist. Mein Mann ist Mediziner. Der hat, nachdem er die Operation 
hinter sich hatte und feststellt, dass es nicht so gelaufen war, wie 
er sich gehofft hat, hat er gleich weitergedacht und wusste, wo es 
hinläuft oder fürchtete zu wissen, wo es hinläuft besser gesagt. Ich 
glaube lediglich von dem emotionalen Ablauf, das hat mit sich 
erstaunt, dass er da genauso reagiert hat wie ich. So zunächst 
dieses, das kann nicht sein und dann die Wut und dann die 
Depressionen und dann so langsam aber sicher dahin zu gehen, dass man
es akzeptiert.
Würden Sie Männern raten, zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen?
0-Ton: 25 Sekunden
Dringendst! Ich kann nur jedem Mann anempfehlen, zur 
Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Und zwar, wenn man das in seiner 
Familie hat, sollte man noch früher gehen. Mein eigener Mann war erst
52 Jahre alt, als er die Diagnose bekam, hatte überhaupt gar keine 
Symptome. Wir haben das lediglich durch einen Bluttest 
herausgefunden.
Und dass Krebsvorsorgeuntersuchungen ein Muss sind, weiß man erst 
recht, wenn man das Buch "Aus Liebe zu ihm", das im Lübbe Verlag 
erschienen ist, gelesen hat. Diana Beate Hellmann erzählt ganz offen,
aber einfühlsam und sensibel, über die immer wiederkehrenden 
Misserfolge und kleinen Erfolge, die dieser Leidensweg mit sich 
bringt.
ACHTUNG REDAKTIONEN:
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Wir bitten jedoch 
um einen Hinweis, wie Sie den Beitrag eingesetzt haben 
an  desk@newsaktuell.de.

Pressekontakt:

Kontakt: Verlagsgruppe Lübbe GmbH &Co., Frau Barbara Fischer, Tel:
02202/ 121 307

Original-Content von: Bastei Lübbe AG, übermittelt durch news aktuell

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