E.ON macht Tempo bei Batteriespeicheranschlüssen mit Standard für Deutschland
2 Dokumente
- 260618_PM_FlexibleNe~ge_E.ON_ECOSTOR.pdf
PDF - 68 kB - 260618_PR_FlexibleCo~ts_E.ON_ECOSTOR.pdf
PDF - 67 kB
E.ON macht Tempo bei Batteriespeicheranschlüssen mit Standard für Deutschland
- Flexible Netzanschlüsse nutzen vorhandene Netzkapazitäten effizienter und ermöglichen gleichzeitig wirtschaftliche Tragfähigkeit für Speicherbetreiber
- Erstmals bundesweit einheitlicher Standard bei allen E.ON-Netzbetreibern – gemeinsam mit ECO STOR im Großspeicherprojekt Bollingstedt erfolgreich erprobt und für den bundesweiten Einsatz weiterentwickelt
- Deutschlandweiter Rollout bei allen E.ON-Netzbetreibern bis Ende 2026
Die kluge Integration von Batteriespeichern in das Stromnetz ist ein wichtiger Hebel für Versorgungssicherheit und eine bezahlbare Energiewende. Um Speicher trotz lokal begrenzter Möglichkeiten für Netzanschlüsse schnell und effizient anschließen zu können, hat E.ON eine neue Grundlage geschaffen: Einen einheitlichen Standard für flexible Netzanschlussverträge so genannte Flexible Connection Agreements (FCA). Solche FCAs synchronisieren die Arbeitsweise von Batteriespeichern besser mit dem Betrieb des Netzes. Das bringt Vorteile für alle Beteiligten: Speicher-Betreiber erhalten schnellere Netzanschlüsse und Planungssicherheit bei weiterhin wirtschaftlich tragfähigen Investitionen. Gleichzeitig können Netzbetreiber die Systemkosten optimieren und die Netzstabilität verbessern, wovon alle Kunden profitieren. Das Modell wurde gemeinsam mit dem Batteriespeicherentwickler ECO STOR erstmals erfolgreich in der Praxis in einem Pilotprojekt erprobt und für den bundesweiten Einsatz in den E.ON-Netzgebieten weiterentwickelt. Als größter Verteilnetzbetreiber mit einer Abdeckung von 65 Prozent der Fläche Deutschlands stellt E.ON somit einen Standard für weite Teile des Landes.
E.ON liefert damit einen Lösungsbaustein für die stark steigende Nachfrage nach Netzanschlüssen für Batteriespeicher: Neben bereits zugesagten Anschlussleistungen von rund 25 Gigawatt liegen den E.ON-Netzbetreibern weitere Anfragen für Speicherkapazitäten von über 500 Gigawatt vor – das Sechsfache der heutigen Spitzenlast in Deutschland. „Richtig eingesetzt sind Batteriespeicher ein entscheidender Baustein für das Gelingen der Energiewende“, sagt Thomas König, Netzvorstand von E.ON. „Daher wollen wir sie schnell und sicher in unsere Netze integrieren. Unser FCA ist dafür das richtige Instrument: Er beschleunigt die Integration und nutzt vorhandene Netzkapazitäten effizient – ohne die Netzsicherheit zu gefährden. Ich bedanke mich herzlich bei unserem Partner ECO STOR für die enge und ausgezeichnete Zusammenarbeit im Projekt Bollingstedt.“
E.ON hat Vertreter der Speicherindustrie in die Entwicklung der FCA einbezogen. Erste Pilotprojekte wurden bereits erfolgreich umgesetzt, darunter der seinerzeit größte Batteriespeicher Deutschlands in Bollingstedt, Schleswig-Holstein. Gemeinsam mit ECO STOR wurden dort die Bedingungen getestet und optimiert. Die Erfahrungen sind in den neuen E.ON-Standard eingeflossen. Dabei zeigte sich insbesondere, dass Batteriespeicher durch ihre hohe betriebliche Flexibilität aktiv dazu beitragen können, bestehende Netzkapazitäten effizienter zu nutzen.
Georg Gallmetzer, Mitglied der Geschäftsführung von ECO STOR und Vorstandsmitglied des Bundesverbands Energiespeicher (BVES), sagt: „Die in Bollingstedt gemeinsam mit E.ON erprobten flexiblen Netzanschlussmodelle zeigen, welches integrierende Potenzial Batteriespeicher für ein modernes Energiesystem bieten. Speicher sind nicht nur Nutzer von Netzkapazitäten, sondern können durch ihren flexiblen Betrieb aktiv dazu beitragen, bestehende Infrastruktur effizienter auszulasten und zusätzliche Anschlussmöglichkeiten zu schaffen. Standardisierte Lösungen wie die FCA von E.ON schaffen Investitionssicherheit für Speicherprojekte und helfen gleichzeitig, die Integration erneuerbarer Energien und den Ausbau der Speicherkapazitäten in Deutschland zu beschleunigen.“
Das Grundkonzept der entwickelten FCAs basiert darauf, den Betrieb von Batteriespeichern stärker mit den tatsächlichen Netzbedingungen und der Erneuerbaren-Einspeisung zu synchronisieren. In Phasen hoher Netzauslastung wird die Einspeise- oder Bezugsleistung temporär angepasst. Umgekehrt nutzen Speicher gezielt freie Kapazitäten in Zeiten geringerer Netzlast. So können sie auch an Standorten angeschlossen werden, an denen ein konventioneller Netzanschluss nicht sofort oder nur mit erheblichem Netzausbau möglich wäre.
E.ON plant, flexible Anschlussmodelle auch für weitere Anwendungsfälle wie Batteriespeicher in Kombination mit Erneuerbaren, Biogasanlagen und die Kombination verschiedener Erneuerbarer Erzeugungsanlagen einzuführen. Ziel ist ein konzernweit einheitlicher Rahmen für alle Netzanschlusskunden. FCAs sind dabei kein Ersatz, sondern eine notwendige Ergänzung zum weiterhin dringend benötigten Netzausbau. Um die weitere Elektrifizierung zu ermöglichen und Engpässe im Netz zu minimieren, bleiben gezielte Investitionen, umfassende Digitalisierung und Verstärkungen der Infrastruktur gleichermaßen wichtig.
Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die E.ON SE beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.