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19.06.2019 – 11:18

BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

BAM-Gründungsvorhaben CerAMing will den 3D-Druck mit keramischen Materialien industrialisieren

BAM-Gründungsvorhaben CerAMing will den 3D-Druck mit keramischen Materialien industrialisieren
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Berlin, 19.06.2019. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) unterstützt das Gründungsvorhaben CerAMing dabei, einen 3D-Drucker für die industrielle Produktion von Keramik zu entwickeln. Dabei verwendet das Gründerteam eine an der BAM erforschte und patentierte neue Technologie der additiven Fertigung, die es ermöglicht, auch die Klasse der keramischen Materialien im 3D-Druck zu produzieren. Dies macht die Herstellung komplexer Geometrien zur Leistungssteigerung keramischer Komponenten möglich, die für die Industrie sehr attraktiv sind.

Der 3D-Druck von Kunststoffen und Metallen ist heute ein stark wachsender Markt. Keramische Materialien besitzen wegen ihrer überlegenen physio-chemischen Eigenschaften in hoch beanspruchten Anwendungen Vorteile gegenüber Kunststoffen und Metallen. Auch die Designfreiheit keramischer Komponenten kann durch den Einsatz von additiven Fertigungsverfahren im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsverfahren deutlich vergrößert werden. Im Gegensatz zu Polymeren und Metallen befindet sich der 3D-Druck von keramischen Komponenten jedoch noch in den Anfängen.

Hier setzt das durch den EXIST-Forschungstransfer geförderte Projekt CerAMing an. Jörg Lüchtenborg, Boris Agea-Blanco und Jinchun Chi, BAM-Mitarbeiter im Bereich der additiven Fertigung und Sebastian Walzel vom Lehrstuhl für Bank- und Finanzwirtschaft der Freien Universität (FU) Berlin, wollen einen industriellen 3D-Drucker für keramische Materialien entwickeln. Im April 2019 hat das Team dafür eine Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des EXIST-Forschungstransfers erhalten.

BAM-Präsident Prof. Ulrich Panne unterstreicht das Engagement der BAM im Bereich Ausgründungen: "Spin-offs sind ein wichtiger Aspekt des Technologietransfers. An der BAM gibt es viele junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit innovativen Ideen. Unsere Initiative BAMStartup Slingshot unterstützt sie mit wissenschaftlichem Know-how und der Laborausstattung auf dem Weg in die Selbstständigkeit".

Darüber freut sich auch Jörg Lüchtenborg: "Dank der Rückendeckung durch die BAM und durch die EXIST-Gründungsförderung können wir uns ganz darauf konzentrieren unsere Vision für die Industrialisierung des 3D-Drucks zu verwirklichen".

Unterstützung durch BAMStartup Slingshot und Profund Innovation

CerAMing wird unterstützt durch die BAM-Gründungsinitiative, BAMStartup Slingshot. Sie hilft Gründerteams der BAM bei der Verwirklichung ihrer Geschäftsideen. Ein Schwerpunkt liegt auf Ausgründungen im Bereich Chemie und der Materialwissenschaften. Die BAM verfügt in diesen Bereichen über besondere Expertise zu den Themen Qualitätsmanagement, Arbeitsschutz und Gefährdungsbeurteilungen und Umgang mit gefährlichen Stoffen. Zudem erhalten Start-ups Zugang zur umfangreichen Labor- und Geräteausstattung der BAM.

Die Spin-offs werden außerdem durch das Gründungsnetzwerk Profund Innovation der FU Berlin betreut. Die Profund Innovation und die BAM arbeiten auf Grundlage eines Kooperationsvertrages im Bereich der Gründungsunterstützung zusammen. Hierdurch ist es BAM-Gründerteams möglich am Gründungsnetzwerk zu partizipieren.

Kontakt: 
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) 
Venio Quinque, M.A., LL.M./LL.B. 
Leiter Referat Unternehmenskommunikation 
T: + 49 30 8104-1002 
presse@bam.de 
www.bam.de


Über die BAM 

Die BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie. 
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine
Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und
Energie.

Die BAM forscht, prüft und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern.
Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und
der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen.
Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie
natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und
gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb
geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und
Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt
wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im
europäischen und internationalen Rahmen.

Sicherheit macht Märkte. 
Die BAM setzt und vertritt für Deutschland und seine globalen Märkte hohe
Standards für Sicherheit in Technik und Chemie zur Weiterentwicklung der
erfolgreichen deutschen Qualitätskultur "Made in Germany".