Demobetriebe Ökologischer Landbau

Klosterhof Bünghausen: "Demonstrationsbetriebe haben uns mutiger gemacht"

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Gummersbach-Bünghausen. - Kleine landwirtschaftliche Betriebe haben es schwer: Die Verwaltungsarbeit und der Investitionsdruck nehmen zu, ihre Flächen sowie die Menge der darauf produzierten Lebensmittel bleiben indes begrenzt. Auf dem Klosterhof Bünghausen im oberbergischen Gummersbach gehen Betriebsleiter Peter Schmidt und Ehefrau Susanne Schulte deshalb neue Wege. Zusätzliche wirtschaftliche Perspektiven sehen sie zum Beispiel darin, Menschen jeden Alters für die ökologische Landwirtschaft zu begeistern. Unterstützt werden sie dabei durch das bundesweite Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau.

Sie seien schon immer ein "offener Hof" gewesen, erklärt Peter Schmidt im Rahmen eines Pressegesprächs inmitten des Kuh- und Schafstalls seines Klosterhofs. Deshalb bewarb man sich vor gut zwei Jahren beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft darum, ins Netzwerk der Demon-strationsbetriebe Ökologischer Landbau aufgenommen zu werden. Das habe auf Anhieb geklappt und Schmidt ist stolz, dass sein Bauernhof seitdem einer von 241 ausgewählten Biobetrieben ist. Alle Höfe bieten das ganze Jahr über unterschiedliche Veranstaltungen für Verbraucher, Kindergartengruppen und Schulklassen, aber auch Bauern-Kollegen und andere Fachleute an.

"Zunächst wussten wir nicht recht, worauf wir uns einlassen", gesteht Schmidt. Allerdings wurde ihnen schnell klar, dass sie dank der finanziellen Unterstützung als Demonstrationsbetrieb für Hof-Events die Möglichkeit haben, "Dinge auszuprobieren und nicht alleine das Risiko zu tragen". "Und damit haben wir gemerkt, dass wir noch deutlich mehr Menschen erreichen können, um sie für uns und unsere Lebensmittel zu interessieren. Durch diese Vermittlungsarbeit tragen wir zu mündigen Verbrauchern bei, tun aber gleichzeitig auch etwas für unseren Absatz und die Kundenbindung", resümiert Schmidt: "Das hat uns mutiger gemacht und die Erkenntnis gebracht, dass wir etwas ändern müssen!"

Neben alten Nutztierrassen wie dem heimischen "Roten Höhenvieh", den vom Aussterben bedrohten Bergschafen und sogenannten "Zweinutzungshühnern" beleben den Klosterhof Bünghausen deshalb immer öfter tobende Kinder und wissenshungrige Erwachsene. Jahreskurse geben kleinen Entdeckern die Möglichkeit, jeden ersten Samstag im Monat Landwirtschaft altersgerecht und im Wechsel der Jahreszeiten zu erleben und kulinarisch zu genießen. Für größere Entdecker veranstalten Peter Schmidt und Susanne Schulte Thementage, an denen man beispielsweise erfährt wie eine "Schafschur" funktioniert, wie die Wolle verarbeitet wird und was man alles daraus machen kann.

Diese Bildungsarbeit wird auch von konventionell wirtschaftenden Landwirten geschätzt, erklärt der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Oberberg, Helmut Dresbach: "Letztlich treten wir alle für dasselbe ein: eine größere Wertschätzung von Lebensmitteln. Deshalb freuen wir uns, wenn Landwirte nicht nur produzieren, sondern auch das verloren gegangene Wissen um die Zusammenhänge in der Urproduktion vermitteln."

Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe Presse- und Medienarbeit
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Tel. 0228 410028-3

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