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Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH)

VdeH sieht Branche durch geplantes Verbot von Inhaltsstoffen bedroht

Frankfurt am Main (ots)

Auf der VaporFair in Frankfurt kritisiert VdeH-Sprecher Horst Winkler die Pläne des Bundesministeriums und warnt vor Folgen für Handel, Arbeitsplätze und Jugendschutz.

Der Verband des E-Zigarettenhandels (VdeH) warnt vor den Folgen des geplanten Verbots von 13 Inhaltsstoffen bei E-Zigaretten. Auf der Shisha-Messe/VaporFair in Frankfurt kritisierte Horst Winkler, Pressesprecher des VdeH, am Freitag den Entwurf aus dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Für die Branche hätte die Verordnung eine Wirkung, die weit über einzelne Inhaltsstoffe hinausgeht: Viele heute legale Produkte könnten aus dem Handel verschwinden.

"In Berlin wird zurzeit hinter verschlossenen Türen über die wirtschaftliche Zukunft einer ganzen Branche verhandelt", sagte Winkler auf der Messe. "Das geplante Verbot würde einen Großteil des heutigen Sortiments treffen. Für viele Händler, Hersteller und erwachsene Dampfer wären die Folgen gravierend."

Etwa 80 bis 90 Prozent der heute legal erhältlichen Produkte enthalten die betroffenen Inhaltsstoffe. Damit wären große Teile des Sortiments betroffen. Für Händler hieße das: weniger verkäufliche Ware, entwertete Lagerbestände und Kunden, die ihre gewohnten Produkte nicht mehr im legalen Handel finden.

Der Markt für E-Zigaretten sichert rund 10.000 Arbeitsplätze, vor allem im Mittelstand. Viele Händler sind kleine und mittlere Unternehmen, die eng mit ihren Kunden arbeiten und einen legalen, kontrollierten Markt sichern. Wenn das geplante Verbot in Kraft treten sollte, wird es große Teile des Sortiments vom Markt drängen. Viele dieser KMUs werden wirtschaftlich weiter unter Druck geraten. Wirtschaftliche Existenzen würden gefährdet.

Auch beim Jugendschutz hält der Verband das geplante Verbot für den falschen Weg. "E-Zigaretten gehören nicht in die Hände von Minderjährigen. Punkt", sagte Winkler. Entscheidend seien wirksame Kontrollen, ein starker legaler Handel und ein konsequentes Vorgehen gegen illegale Anbieter. Schon heute liegt der Schwarzmarkt in Deutschland nach Verbandsangaben bei rund 50 Prozent. Ein Verbot könnte diese Entwicklung aus Sicht des Verbands noch verstärken und mehr Käufer in den Schwarzmarkt treiben. Dort gibt es weder Qualitätskontrollen noch verlässliche Altersprüfungen.

Der Verband verweist in diesem Zusammenhang auf Erfahrungen aus anderen Ländern. In Dänemark wurden im April 2022 alle Aromen außer Tabak und Menthol verboten. Nach Einführung des Verbots stieg der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die täglich oder gelegentlich E-Zigaretten nutzen, deutlich an. Für den VdeH ist Dänemark ein Warnsignal: Weniger legale Auswahl bedeutet nicht automatisch weniger Konsum bei Jugendlichen. Entscheidend sei, ob der legale Markt kontrollierbar bleibt.

In den Niederlanden hat man eine ähnliche Erfahrung gemacht. Nach einem Aromenverbot für E-Zigaretten sind auch dort die Nutzerzahlen unter Minderjährigen gestiegen, während sie bei Erwachsenen zurückgegangen sind.

Neben den wirtschaftlichen Folgen kritisiert der VdeH vor allem das politische Verfahren. Das BMLEH will das Verbot per Verordnung regeln. Dafür wäre lediglich die Zustimmung des Bundesrats nötig. Der Bundestag muss sich nicht mit dem Vorhaben befassen. Eine öffentliche Diskussion im Plenum findet nicht statt.

"Wenn es um 10.000 Arbeitsplätze, wirtschaftliche Existenzen und die Zukunft eines legalen Marktes geht, gehört diese Debatte ins Parlament", sagte Winkler. "Die Bundesregierung sollte mit der Branche sprechen, statt über sie hinweg zu entscheiden."

Der VdeH fordert die Bundesregierung auf, Handel, Hersteller und erwachsene Verbraucher vor einer Entscheidung anzuhören und die Folgen für Arbeitsplätze, Jugendschutz und legalen Handel öffentlich zu diskutieren.

Über den VdeH

Der Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH) hat seinen Sitz in Berlin und ist ein Zusammenschluss von überwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen, die E-Zigaretten und Liquids vertreiben oder herstellen.

Mit seiner Gründung am 19.12.2011 ist der VdeH die älteste und größte Interessenvertretung dieser vergleichsweise jungen Branche in Deutschland. Der Verband steht für eine sinnvolle Regulierung des Produktes E-Zigarette.

Pressekontakt:

Verband des eZigarettenhandels e. V. (VdeH)
Horst Winkler, Pressesprecher
Telefon: +49 (30) 201 88 377
E-Mail: presse@vd-eh.de
Web: www.vd-eh.de

Original-Content von: Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH), übermittelt durch news aktuell

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