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Frankfurter Rundschau: Pressestimme zum Nürburgring-Urteil

Frankfurt (ots) - Die Frankfurter Rundschau kommentiert das Urteil im Nürburgring-Prozess:

Nimmt man Silvio Berlusconi zum Maßstab und zieht einen unzulässigen Vergleich der Straftatbestände, dann hätte Ingolf Deubel wahrscheinlich ein paar Stunden Sozialarbeit bekommen. Beim Landgericht Koblenz konnte er allerdings, wie wir jetzt wissen, mit Gnade nicht rechnen. Dass Großmannssucht und Leichtgläubigkeit die Affäre bestimmten, steht im Gegensatz zur abschließenden rechtlichen Bewertung bereits fest. Wären diese Verhaltensweisen strafbar, dann wäre Deubel im Knast nicht allein. Wichtigster Zellennachbar wäre Kurt Beck, der Ex-Ministerpräsident, der - was die Luftschlösser rund um den "Freizeitpark" betrifft - als Erfinder, Architekt und Bauherr gelten darf. Er trägt die Verantwortung für den größten Schaden: die Pleite einer Idee, die insgesamt viel mehr Steuergeld kostete als Deubels Taten.

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