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Schwäbische Zeitung: Anfang vom Ende der AfD - Kommentar

Ravensburg (ots) - Man kann es sich schönreden: Der frühere BDI-Chef Henkel ist Führung gewohnt. Ein Alphatier, das sich nur schwer in Gremien anderen Alphatieren unterordnen kann. Das mit ihm und der AfD konnte ja nichts werden, werden nun einige sagen.

Tatsächlich ist der Abgang des wirtschaftsliberalen Aushängeschilds der Partei nach nur wenig mehr als einem Jahr eine Katastrophe für die AfD. Es ist das Fanal, dass der Richtungsstreit zwischen mit Pegida flirtenden Rechtsnationalen einerseits und enttäuschten CDU- und FDP-Wählern andererseits auf allen Ebenen tobt: Vom Ortsverband bis zum EU-Parlament bekriegen sich beide Seiten seit Monaten mit zunehmender Härte. Jeder Versuch, das Feuer zu löschen, ist bislang gescheitert. Auch der nun angekündigte Mitgliederentscheid wird den Streit nicht beenden.

Die Strategie von Parteichef Lucke, die Unzufriedenen einzubinden, einzuwickeln und dann einzunorden, ist gescheitert. Längst gibt es zwei Parteien unter dem gemeinsamen Dach AfD, die sich unversöhnlich gegenüberstehen. Wer immer sich durchsetzt, wird viele Sympathisanten verlieren. Die AfD steht am Anfang vom Ende.

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