10 Jahre CAMPUS PREIS: Nachhaltige Impulse aus der Wissenschaft
10 Jahre CAMPUS PREIS: Nachhaltige Impulse aus der Wissenschaft
Bereits zum 10. Mal zeichnet der „CAMPUS PREIS: Forschen für nachhaltige Zukunft“ Master- und Doktorarbeiten aus. In diesem Jubiläumsjahr werden zwei Preise verliehen. In ihrer Dissertation beschäftigt sich Shadi Attarha mit nachhaltig smarter Landwirtschaft. Um Schmierstoffe auf Algenbasis geht es in der Masterarbeit von Lana Draghinazzi. Die mit insgesamt 3.000 Euro dotierten Auszeichnungen wurden am 21. Mai an der Universität Bremen verliehen.
Dissertation: Nachhaltige Landwirtschaft durch präzise Sensoren
Shadi Attarha untersucht in ihrer Doktorarbeit, wie sich Fehler in Sensoren der smarten Landwirtschaft frühzeitig erkennen lassen, um Messprobleme zu vermeiden. Damit leistet die Elektrotechnikerin einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit, da technische Geräte länger genutzt werden können und präzisere Informationen für die Farmer liefern.
Im Fokus ihrer Forschung stehen vernetzte Sensoren im Internet der Dinge (Internet of Thing - IoT), die in der modernen Landwirtschaft zunehmend eingesetzt werden. Das Internet der Dinge wiederum steht für die Vernetzung von Objekten mit dem Internet, so dass diese Geräte untereinander Daten austauschen können. Diese Technologie ermöglicht einen effizienteren Einsatz von Energie, Wasser sowie Betriebsmitteln wie Dünger oder Pestiziden und kann insbesondere Kleinbauern unterstützen.
Da Sensoren jedoch anfällig für Störungen sind, entwickelt Shadi Attarha innovative Algorithmen, die die Datenqualität in Echtzeit überprüfen und so die Zuverlässigkeit der Systeme deutlich erhöhen. Die frei verfügbaren Lösungen sind für alle Plattformen einsetzbar. Partner kamen aus Sri Lanka, Kamerun und Thailand.
Masterarbeit: Umweltfreundliche Schmierflüssigkeiten aus Algen
Die Masterarbeit von Lana Draghinazzi zeigt erstmals, dass sich aus Algen umweltfreundliche Schmierflüssigkeiten herstellen lassen. Damit liefert die Absolventin der Universität Bremen wichtige Impulse für nachhaltige Technologien und den Einsatz nachwachsender Rohstoffe.
Derzeit basieren die meisten Hydraulikflüssigkeiten in Maschinen auf Mineralöl, besonders auch in mobilen Anlagen mit direktem Umweltkontakt. Hinzu kommen toxische Additive. Leckagen führen zu erheblichen Umweltbelastungen. Alginat, ein aus Braunalgen gewonnener, biobasierter Stoff, bietet hier eine vielversprechende Alternative: Alginat ist ökologisch unbedenklich und erneuerbar. Und da Algen bei ihrem Wachstum in der Natur viel CO₂ speichern, tragen sie zu einer positiven Klimabilanz bei.
Die Arbeit zeigt, dass alginatbasierte Fluide – kombiniert mit geeigneten, bioverträglichen Zusatzstoffen – vergleichbare Eigenschaften wie konventionelle Hydrauliköle erreichen können. Damit eröffnen sich neue Wege, fossile Ressourcen zu ersetzen und Umweltrisiken deutlich zu reduzieren. Die Arbeit entstand in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region.
Die Ergebnisse dieser Masterarbeit werden bereits in der industriellen Entwicklung weiterverwendet und bilden die Grundlage für sich anschließende Forschungsprojekte im Bereich umweltverträglicher Hydrauliksysteme.
Über den CAMPUS PREIS: 10 Jahre ausgezeichnete Abschlussarbeiten
Der CAMPUS PREIS zeichnet seit 10 Jahren herausragende, auf dem Campus der Universität Bremen erstellte Abschlussarbeiten aus, die sich thematisch der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen, dem Schutz der Umwelt, des Klimas und der Meere widmen. Die Auszeichnung wurde 2016 ins Leben gerufen und wird einmal im Jahr von der KELLNER & STOLL-STIFTUNG FÜR KLIMA UND UMWELT, dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), der Universität Bremen und dem Verein Alumni der Universität Bremen ausgelobt. Sie ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert.
Weitere Informationen:
Fragen beantworten:
Dr. Rita Kellner-Stoll und Reiner Stoll
KELLNER & STOLL-STIFTUNG FÜR KLIMA UND UMWELT
E-Mail: info@stiftung-klima-umwelt.org
Telefon: +49 421 230569
Andrea Daschner
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 421 238 00-72
E-Mail: andrea.daschner@leibniz-zmt.de
Christina Selzer
Referat Hochschulkommunikation und -marketing
Universität Bremen
Telefon: +49 421 218-60158
E-Mail: christina.selzer@uni-bremen.de
Universität Bremen Hochschulkommunikation und -marketing Telefon: +49 421 218-60150 E-Mail: presse@uni-bremen.de Über die Universität Bremen Leistungsstark, reformbereit und kooperativ – das ist die Universität Bremen. Gesellschaftliche Verantwortung ist ihr Leitprinzip seit ihrer Gründung 1971. Sie steht für die weltweit notwendigen sozialen und ökologischen Veränderungen ein, für Demokratie, Vielfalt und Gerechtigkeit. In Forschung, Lehre, Verwaltung und Technik sind der Universität Bremen die UN-Nachhaltigkeitsziele und Klimagerechtigkeit ein besonderes Anliegen. Mit ihrem breiten Fächerspektrum von rund 100 Studiengängen verbindet sie außergewöhnliche Leistungsstärke und großes Innovationspotential mit ausgeprägter Interdisziplinarität. Sie steht nachdrücklich für den Ansatz des Forschenden Lernens und Studierens. Als eine ambitionierte europäische Forschungsuniversität pflegt die Universität Bremen enge Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit. In der Region ist sie Teil der U Bremen Research Alliance und Transferpartnerin für viele Akteure. Als Teil der Europäischen Universitätsallianz YUFE - Young Universities for the Future of Europe leisten die 23.000 Menschen der Universität Bremen einen Beitrag für die Weiterentwicklung der Gesellschaft und gestalten aktiv wissenschaftliche Kooperationen weltweit.
Über die Northwest Alliance
Die Northwest Alliance vereint zwei Reformuniversitäten mit jahrzehntelanger Erfahrung in Forschung, Lehre und Wissenstransfer. Gemeinsam bilden sie mit rund 590 Professuren, 6.500 Mitarbeitenden, 2.700 Promovierenden und 33.500 Studierenden das Herzstück eines leistungsstarken Wissenschaftsraums im Nordwesten. Die Allianz hat sich zum Ziel gesetzt, exzellente Forschung mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden und innovative Lösungen für regionale wie globale Herausforderungen zu entwickeln. Gemeinsam mit zahlreichen wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Einrichtungen, insbesondere dem Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst (HWK), will sie den Nordwesten zu einem zusammenhängenden Forschungs- und Transferraum weiterentwickeln. Durch ihre enge Partnerschaft mit der Rijksuniversiteit Groningen wirkt die Northwest Alliance auch über Ländergrenzen hinweg. Die Universitäten Bremen und Oldenburg bewerben sich aktuell als Exzellenzverbund Northwest Alliance in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder.