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KI in der Pflege: Gesundheitspreis der Robert Bosch Stiftung für Bremer Forschungsprojekt ProKIP

KI in der Pflege: Gesundheitspreis der Robert Bosch Stiftung für Bremer Forschungsprojekt ProKIP
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KI in der Pflege: Gesundheitspreis der Robert Bosch Stiftung für Bremer Forschungsprojekt ProKIP

Das Projekt ProKIP hat den Sonderpreis „Ideas for Impact“ 2026 der Robert Bosch Stiftung erhalten. Am Donnerstag wurden die Forschenden des Teams um Professorin Karin Wolf-Ostermann geehrt. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde bei einer feierlichen Preisverleihung in Berlin überreicht.

Mit dem Sonderpreis würdigt der Bosch Health Campus im Namen der Robert Bosch Stiftung das innovative Projekt, das zur Verbesserung des Gesundheitssystems mit zukunftsfähigen digitalen Lösungen und KI beiträgt.

Wie kann KI die Pflege verbessern?

Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ProKIP („Prozessentwicklung und -begleitung zum KI-Einsatz in der Pflege) erforschten, wie KI-Lösungen erfolgreich in die Pflegepraxis integriert werden können. Das Fundament hierfür bildeten theoretische und empirische Erkenntnisse. Parallel dazu entwickelten die Forschenden ein KI-Pflege-Readiness-Assessment. Dabei handelt es sich um ein Bewertungsinstrument, mit dem geprüft wird, wie gut Forschungsprojekte auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Pflege vorbereitet sind.

Dabei wurden beispielsweise der Nutzen von KI-Systemen, die Datenqualität sowie ethische Fragen untersucht. Auch partizipative Ansätze wurden geprüft, dabei wurde untersucht, wie Beteiligte, zum Beispiel Pflegekräfte, Patient:innen oder Angehörige in die Entwicklung und Nutzung von KI einbezogen werden können.

Für den Wissens- und Datenaustausch wurde eine Plattform aufgebaut sowie Forschungswerkstätten – sogenannte Labs – und fachliche Coaching-Angebote etabliert. Ziel war es, Erfolgsfaktoren für den Praxiseinsatz zu identifizieren. Innovativ waren insbesondere die Ansätze für einen Datenschutz-by-Design für pflegerelevante digitale Daten.

„Der Preis macht die Innovationsleistung von KI-Pflege-Projekten und der Pflegepraxis sichtbar und schafft mit dem KI-Pflege-Readiness-Assessment erstmalig eine Wissensbasis zum KI-Reifegrad von Pflegeeinrichtungen und Kliniken“, sagt die Verbundkoordinatorin für das Projekt, Professorin Karin Wolf-Ostermann, Leiterin der Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen.

Maßgeblich beteiligt an der Umsetzung des Projekts waren an der Universität Bremen die Forschenden Dr. Kathrin Seibert sowie Dominik Domhoff, Janissa Altona vom IPP sowie Dagmar Borchers, Professorin für Angewandte Philosophie an der Universität Bremen mit ihrem Team.

Das Projekt ProKIP hat bundesweit acht Verbundprojekte des Förderprogramms “Repositorien und KI-Systeme im Pflegealltag nutzbar machen” des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt über mehrere Jahre begleitet und evaluiert.

Neben der Universität Bremen waren am Projekt als Partner die Charité - Universitätsmedizin Berlin, die Berliner Hochschule für Technik, der Verband für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft, Halle (Saale) und das Alexander von Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft, Berlin beteiligt. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Mit dem Preis „Ideas for Impact“ (ehem. Otto Mühlschlegel Preis der Robert Bosch Stiftung) werden wegweisende Versorgungskonzepte und soziale Innovationen ausgezeichnet, die insbesondere älteren Menschen eine bessere Gesundheit und mehr Lebensqualität versprechen und dabei eine Wirkung auf die qualitative Entwicklung der Gesundheitsversorgung insgesamt entfalten. Der Ideas for Impact wird alle zwei Jahre verliehen – dieses Jahr erfolgt erstmalig auch die Vergabe eines Sonderpreises.

Weitere Informationen:

https://www.public-health.uni-bremen.de/forschung/abteilung-7-pflegewissenschaftliche-versorgungsforschung

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

Abteilung Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften

Universität Bremen

Telefon: +49 421 218-68960

E-Mail: wolf-ostermann@uni-bremen.de

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Telefon: +49 421 218-60150
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