PRESSEPORTAL Presseportal Logo
Alle Storys
Folgen
Keine Story von Universität Bremen mehr verpassen.

21.08.2019 – 12:29

Universität Bremen

Humboldt-Stipendiat erforscht Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf Regenwald und Golfstrom

Humboldt-Stipendiat erforscht Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf Regenwald und Golfstrom
  • Bild-Infos
  • Download

Humboldt-Stipendiat erforscht Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf Regenwald und Golfstrom

Wie haben sich klimatische Veränderungen in der Vergangenheit auf den Amazonas-Regenwald und den Golfstrom ausgewirkt? Dieser Frage geht Professor Cristiano Mazur Chiessi seit August 2019 für die kommenden sechs Monate am MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen nach. Ermöglicht wird ihm der Aufenthalt durch ein Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Während der Amazonas-Regenwald vom Absterben bedroht ist, weist die "Atlantic Meridional Overturning Circulation" - kurz AMOC und umgangssprachlich auch als Golfstrom bekannt - eine deutliche Verlangsamung oder sogar einen Zusammenbruch auf. Das Verhalten der AMOC kann das Schicksal des Amazonas-Regenwaldes beeinflussen. Hintergrund dafür ist, dass einzelne Faktoren des Klimasystems der Erde Umschalt- oder Kipppunkte haben. Werden hier Schwellenwerte überschritten, kann sich das auf einzelne Ökosysteme und das gesamte Klimasystem auswirken, und zwar innerhalb weniger Jahrhunderte.

Forschungen am Übergang von Eiszeit zu Warmzeit

Während seines Forschungsaufenthaltes am MARUM wird Cristiano Mazur Chiessi zusammen mit Kollegen die Wechselwirkung dieser beiden Komponenten während des Übergangs von der vorletzten Eiszeit zur darauf folgenden Warmzeit, also vor 140.000 bis 125.000 Jahren, untersuchen. Dazu werden marine Sedimentkerne untersucht. Sie stammen von der Nordostküste Südamerikas und haben die klimatische und ozeanographische Entwicklung sowohl des Amazonas-Regenwaldes als auch des westlichen äquatorialen Atlantiks in Sedimentablagerungen archiviert.

Bremen kennt Chiessi bereits aus seiner Zeit als Doktorand. Nach seinem Geologie-Studium an der Universität São Paulo (Brasilien) hat er an der Universität Bremen promoviert. Aktuell leitet er eine Forschungsgruppe zu Paläozeanographie und Paläoklimaforschung an der Universität São Paulo. 2012/13 war Cristiano Mazur Chiessi Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst.

Ulrike Prange

Weitere Informationen:

http://each.uspnet.usp.br/p2l/?page_id=536

http://www.humboldt-foundation.de

www.uni-bremen.de

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Cristiano Mazur Chiessi

MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen

E-Mail: chiessi@usp.br

Universität Bremen
Hochschulkommunikation und -marketing
Telefon: +49 421 218-60150
E-Mail: presse@uni-bremen.de


Über die Universität Bremen:

Leistungsstark, vielfältig, reformbereit und kooperativ - das ist die
Universität Bremen. Rund 23.000 Menschen lernen, lehren, forschen und arbeiten
auf dem internationalen Campus. Ihr gemeinsames Ziel ist es, einen Beitrag für
die Weiterentwicklung der Gesellschaft zu leisten. Mit gut 100 Studiengängen ist
das Fächerangebot der Universität breit aufgestellt. Als eine der führenden
europäischen Forschungsuniversitäten pflegt sie enge Kooperationen mit
Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit. Aus der engen Zusammenarbeit
in der Region entstand 2016 die U Bremen Research Alliance. Die Kompetenz und
Dynamik der Universität haben auch zahlreiche Unternehmen in den Technologiepark
rund um den Campus gelockt. Dadurch ist ein bundesweit bedeutender
Innovations-Standort entstanden - mit der Universität Bremen im Mittelpunkt.


Über das MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen:

Das MARUM gewinnt grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse über die Rolle des
Ozeans und des Meeresbodens im gesamten Erdsystem. Die Dynamik des Ozeans und
des Meeresbodens prägen durch Wechselwirkungen von geologischen, physikalischen,
biologischen und chemischen Prozessen maßgeblich das gesamte Erdsystem. Dadurch
werden das Klima sowie der globale Kohlenstoffkreislauf beeinflusst und es
entstehen einzigartige biologische Systeme. Das MARUM steht für
grundlagenorientierte und ergebnisoffene Forschung in Verantwortung vor der
Gesellschaft, zum Wohl der Meeresumwelt und im Sinne der Nachhaltigkeitsziele
der Vereinten Nationen. Es veröffentlicht seine qualitätsgeprüften,
wissenschaftlichen Daten und macht diese frei zugänglich. Das MARUM informiert
die Öffentlichkeit über neue Erkenntnisse der Meeresumwelt, und stellt im Dialog
mit der Gesellschaft Handlungswissen bereit. Kooperationen des MARUM mit
Unternehmen und Industriepartnern erfolgen unter Wahrung seines Ziels zum Schutz
der Meeresumwelt.


Über die Alexander von Humboldt-Stiftung:

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt
einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein
Netzwerk von weltweit mehr als 29.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über
140 Ländern - unter ihnen 55 Nobelpreisträger.

Weitere Storys: Universität Bremen
Weitere Storys: Universität Bremen