Polizei Düren

POL-DN: 06102405 Polizei klärte nächtliche Unfallflucht

    Jülich (ots) - Einen besonders dreisten Versuch, eine Unfallbeteiligung zu vertuschen, konnten Beamte der Polizeiinspektion Jülich in der Nacht zum Dienstag aufklären.

    Gegen 00.40 Uhr wurde eine Streifenwagenbesatzung in die Bongardstraße gerufen. In Höhe der Berufsschule war am geparkten Pkw eines Düreners ein Schaden von mehreren hundert Euro verursacht worden. Die Polizisten trafen an der Unfallstelle auf einen 23-jährigen Mann aus Aachen, der mitteilte, dass seine Schwester mit ihrem Wagen gegen das nun beschädigte Auto gefahren sei, sich aber mit dem Pkw bereits entfernt habe, weil sie dringend weg musste. Da sich bei Polizeibeamten in solchen Situationen immer das beruflich notwendige Misstrauen einschaltet, stellten sie weitere Nachforschungen an. Die als Unfallbeteiligte benannte Schwester wurde telefonisch erreicht und bestätigte, dass eine Freundin sie nach Aachen gefahren habe, da sie wegen des Unfalls unter Schock stehe. Vorher habe sie ihr Auto irgendwo in Jülich abgestellt, wisse aber nicht mehr wo. Erst nach einer wiederholten telefonischen Befragung der Frau konnte deren ebenfalls beschädigtes Auto auf einem Parkplatz in der Grünstraße aufgefunden werden. Noch während in Aachen Polizeibeamte zum Aufenthaltsort der angeblichen Unfallbeteiligten entsandt wurden, wurden in Jülich weitere Ermittlungen zur Aufklärung des tatsächlichen Geschehens getätigt.

    So wurde festgestellt, dass ihr Bruder, der in Begleitung von zwei weiteren Männern war, einen Schlüssel für den am Unfall beteiligten Wagen mit sich führte. Im Auto wurden dann auch persönliche Gegenstände des 23-Jährigen aufgefunden und es entstand der Verdacht, dass er oder einer seiner Begleiter als Unfallfahrer in Frage kam. Die Männer wurden zu weiteren Ermittlungen auf die Wache verbracht. Gegen 02.40 Uhr brach das von dem 23-Jährigen erfundene Konstrukt zusammen. Er selbst hatte bei dem Unfall das Auto seiner nicht beteiligten Schwester gefahren und aus seiner Sicht gute Gründe, das Geschehen zu verschleiern, denn er stand offensichtlich akut unter der Einwirkung von Drogen. Bei ihm konnte zudem ein Tütchen mit Marihuana sichergestellt werden.

    Bei dem Aachener wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Sein Führerschein wurde sichergestellt. Die Ermittlungen in dem gegen ihn gerichteten Strafverfahren dauern an.


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