Polizei Düren

POL-DN: 020802 -1- "Gewinner ist derjenige, der ohne Gewalt einen Konflikt löst" Jugendfreizeitmaßnahme in der Sportschule Hennef

    Düren (ots) - 020802 -1- "Gewinner ist derjenige, der ohne Gewalt
                          einen Konflikt löst"
Jugendfreizeitmaßnahme in der Sportschule Hennef

  Jülich - Im Rahmen des Anti-Gewaltprojektes "Scouts", welches in   Kooperation zwischen Kreisjugendamt Düren, Kreispolizeibehörde Düren und der Propsteipfarre St. Mariä Himmelfahrt bereits seit Februar   2001 durchgeführt wird, fuhren zehn Jugendliche in der ersten   Ferienwoche, vom 22.07.02 bis 26.07.02, zur Sportschule nach Hennef. Die Gruppe, bestehend aus acht Nationalitäten, wurde begleitet von   Jutta Lütke, Sportlehrerin, Alexander Kapanvule, Trainer für   Selbstverteidigung, Andreas Caspers, Vertreter des Kreisjugendamtes, und Polizeioberkommissar Arnd Zehrer, Jugendstraßenpolizist  bei der  PI Jülich.

  Bei den "Scouts" handelt es sich um männliche Jugendliche, die zum   Teil in irgendeiner Form auffällig geworden sind, sei es durch   Gewalterfahrungen in Freizeit/Schule oder durch häufiges "Abhängen"   im Jülicher Innenstadtbereich. Seit Anfang des vergangenen Jahres   treffen sie sich regelmäßig zum Sport oder anderen   Erlebnisaktivitäten mit den eingangs genannten "Betreuern". Dies   geschieht in loser, lockerer Form ohne "Stundenplan". Ziel des   Projektes ist es u.a., Jugendliche vom "Abhängen" abzubringen (statt Abhängen "go on sports"), Vermittlungen von zwischenmenschlichen   Werten (Höflichkeit, Respekt, Toleranz, Zuverlässigkeit...) und   gewaltfreie Konfliktbewältigung.

  Schnell stand fest, dass die an die Örtlichkeit der Sportschule   Hennef gestellten Anforderungen voll erfüllt wurden, um die   gesteckten Ziele der Wertevermittlung und des gewaltfreien   Zusammenlebens zu erarbeiten. So wurden die Sportmöglichkeiten in   den Schwimmbädern, auf dem Fußballplatz,  in den Sporthallen für   Selbstverteidung oder anderer Hallenspiele genauso intensiv genutzt   wie die Hörsäle und Seminarräume. In Gesprächskreisen und   Rollenspielen wurde u.a. erarbeitet, dass es neben der körperlichen   Gewalt auch eine psychische Gewalt gibt, dass diejenigen, die auf   Provokationen nicht "anspringen" keine "Verlierer"  sondern "Gewinner" sind. Bei dem gemeinsamen Mahlzeiten fiel auf,  dass auch hier vorgelebte Umgangsformen übernommen wurden. Ein  Höhepunkt der Woche war das Einlagefußballspiel gegen eine  Mannschaft von Jungschiedsrichtern, welches die "Multikulti" aus  Jülich mit 6 : 2 Toren für sich entschieden.

Die Erwartungshaltung aller Teilnehmer, neben viel Spaß auch Nützliches für den (gewaltfreien) Alltag anhand von Verhaltensmustern zu erarbeiten, wurden voll erfüllt. Bei einem Feedback am letzten Abend äußerten alle den Wunsch, eine solche Fahrt bald wiederholen zu können. Vorrangig war jedoch der Fortbestand des Projektes./me

ots-Originaltext: Pressestelle Polizei Düren

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