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27.09.2016 – 13:06

Polizei Düren

POL-DN: Die Polizei warnt erneut vor falschen Beamten!

Düren (ots)

Waren es in der vergangenen Woche zwei Fälle von Amtsanmaßung (siehe Pressebericht der Kreispolizeibehörde Düren von Freitag, den 23.09.2016), häuften sich über das Wochenende fünf weitere Anzeigen bei der Kriminalpolizei Düren an. Leider durchschauten nicht alle Angerufenen die böse Absicht der jeweiligen Anrufer.

Angerufen wurden Anwohner in Düren, Birkesdorf und Gürzenich. Den vorzugsweise älteren Menschen gaukelte jeweils eine männliche Stimme in akzentfreiem Deutsch vor, ein Kriminalbeamter aus Köln zu sein. Teilweise stellte sich der falsche Polizist auch mit den Namen "Altmann" oder "Schwarz" vor. Dann tischte er seinen Opfern die gleiche hanebüchene Geschichte auf, die er auch schon bei dem 69-jährigen Mann und der 94-jährigen Frau verwandt hatte. Während fünf Rentnerinnen und Rentner im Alter von 72, 80, 83 und 87 Jahren die Gespräche rechtzeitig beendeten, ohne auf jedwede Fragen und Forderungen einzugehen, hatte der bislang unbekannte Täter in einem Fall Erfolg:

Eine 61-jährige Dürenerin aus der Zülpicher Straße konnte er geschickt dazu überreden, eine fünfstellige Summe Bargeld bereitzuhalten. Auch ihr erzählte er, man habe im Zuge kriminalpolizeilicher Ermittlungen ein Notizbuch gefunden, das personenbezogene Daten der Geschädigten enthalte. Anschließend stellte er ihr Fragen hinsichtlich ihrer persönlichen Verhältnisse und band sie im weiteren Verlauf in fiktive polizeiliche Ermittlungen ein. Die Dame schenkte den Angaben des Fremden Glauben und ließ sich darauf ein, eine fünfstellige Summe Bargeld von ihrem Konto abzuheben. Ihre Bank stellte ihr das Geld bereit und nachdem sie damit wieder an ihrer Wohnanschrift angekommen war, rief der Betrüger erneut an. Er ließ sich einige Seriennummern der Geldscheine diktieren, unterbrach die 61-Jährige dann und erklärte, es handele sich um Falschgeld, das er nun von einem Kollegen abholen ließe. Damit war das Geld weg.

Erst zwei Tage später erkannte die Dürenerin, dass sie Opfer einer Straftat geworden war. Umgehend erstattete sie eine Strafanzeige bei der Polizei und beschrieb den vermeintlichen "Kollegen", der den Geldboten gemimt hatte, wie folgt: männlich, circa 30 bis 35 Jahre alt, augenscheinlich Deutscher, dunkle kurze Haare, Dreitagebart, sonnengebräunt und von schlanker Statur. Die Polizei hat entsprechend die Ermittlungen aufgenommen und fahndet nach dem Mann.

Gesucht werden zudem Zeugen, die möglicherweise verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten. Sie werden gebeten, sich umgehend mit der Polizei unter der Rufnummer 02421 949-6425 in Verbindung zu setzen. Weiterhin bittet die Polizei Verwandte und Bekannte älterer Menschen, diese über die Masche der Betrüger aufzuklären. Helfen Sie mit, diese perfiden Betrügereien zu unterbinden! Hierbei beraten Sie auch gerne die Spezialisten aus dem Bereich von Kriminalprävention und Opferschutz. Sie erreichen sie zu Bürodienstzeiten unter der Rufnummer 02421 949-8700 oder aber persönlich in den Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Polizeigebäudes in der Aachener Straße 28 in 52349 Düren.

Rückfragen bitte an:

Polizei Düren
Pressestelle

Telefon: 02421 949-1100
Fax: 02421 949-1199

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