Polizei Düren

POL-DN: Dunkle Kinder sieht man nicht

Kreis Düren (ots) - Im Bemühen, die Verkehrssicherheit für Kinder und Jugendliche auf den Schulwegen zu erhöhen, appelliert die Polizei auch an die Eltern, derzeit besonders auf den verkehrssicheren Zustand von Fahrrädern zu achten.

Kein Licht, keine Reflektoren und dann noch dunkle Bekleidung. So sieht vielfach die Realität am frühen Morgen auch auf den Straßen im Kreis Düren aus, wenn Pennäler sich mit ihren Zweirädern auf den Weg zur Schule machen. Deswegen haben die Verkehrssicherheitsberater der Kreispolizeibehörde ganz aktuell in mehreren "vor-Ort-Aktionen" an Schulen im Kreis Düren auf den (über-)lebenswichtigen Zusammenhang zwischen Licht und Straßenverkehr aufmerksam gemacht. Gemeinsam mit örtlichen Fahrradhändlern wurden an den von den Schülerinnen und Schülern benutzten Fahrrädern Licht- und Funktionstests durchgeführt. In vielen Fällen konnten kleinere Mängel durch einen Zweiradmechaniker sofort und ohne Kosten behoben werden. Bei erkanntem größerem Reparaturbedarf erhielten die Kinder eine "Überprüfungsbescheinigung" als Information für die Eltern mit nach Hause.

"Jeder fünfte Verunglückte im Kreis Düren ist ein Radfahrer", weiß Verkehrssicherheitsberater Reiner Fallkowski, der zusammen mit seinen Kollegen die Aktion auch als öffentlichen Appell nicht nur an die jungen Radfahrer verstanden wissen will. "Vielen Schülern und Eltern ist wahrscheinlich gar nicht bewusst, wie schnell gerade in der dunklen Jahreszeit ein folgenschwerer Verkehrsunfall eintreten kann, nur, weil man wegen fehlender Beleuchtung übersehen wurde. Hier müssen die Eltern zum Wohle ihrer Kinder unbedingt Verantwortung übernehmen", bringt es der Präventionsberater auf den Punkt. Er empfiehlt den Eltern, neben einer regelmäßigen Inaugenscheinnahme des Fahrräder, auch auf eine helle oder besser noch reflektierende Bekleidung ihrer Kinder für den Schulweg zu achten, damit diese nicht "unter die Räder" kommen.

Auch am heutigen Tag kam es in Zusammenwirkung mit einer Dürener Schule zu vorangekündigten Überprüfungen an den Fahrrädern zahlreicher Schulkinder. Trotz eisiger Temperaturen wurden am Morgen knapp 60 Fahrräder kontrolliert. Davon waren lediglich 12 Räder ohne jegliche Beanstandung. Weitere 31 Räder konnten sofort an Ort und Stelle durch den Fachmann wieder verkehrssicher gemacht werden. In 13 Fällen musste jedoch eine Informationsbescheinigung an die Eltern mit der Aufforderung erteilt werden, dass jeweilige Fahrrad reparieren zu lassen.

Viele Kinder und Jugendliche sind für den Schulweg auf die Nutzung eines Fahrrades als Verkehrsmittel unbedingt angewiesen. Sie haben keine Wahl. Die Polizei bittet insbesondere die Eltern darum, sich ihrer Verantwortung für Gesundheit und Leben ihrer Kinder bewusst zu sein und auf einen ordnungsgemäßen Zustand der Fahrräder hinzuwirken.

Informationen über die ordnungsgemäße und sichere Ausstattung eines Fahrrades erhalten Interessierte bei der Polizei unter Telefon 0 24 21/949-5311.

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