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19.09.2015 – 13:44

Polizeidirektion Göttingen

POL-GOE: (554/2015) Schwerer Auffahrunfall am Stauende - Beifahrer aus Hessen auf der A 7 bei Hann. Münden tödlich verletzt

Göttingen (ots)

Hann. Münden, Autobahn 7 zwischen der Anschlussstelle (AS) Hann. Münden-Lutterberg und der Werratalbrücke in Fahrtrichtung Hannover Freitag, 18. September 2015, gegen 19.55 Uhr

HANN. MÜNDEN (jk) - Bei einem Auffahrunfall mit mehreren Beteiligten am Ende eines baustellenbedingten Staus sind am Freitagabend (18.09.15) gegen 19.55 Uhr auf der A 7 bei Hann. Münden (Landkreis Göttingen) ein Mensch getötet und zwei weitere schwer verletzt worden. Die Unfallstelle befindet sich innerhalb einer Rechtskurve zwischen der AS Hann. Münden-Lutterberg und der Werratalbrücke in Fahrtrichtung Hannover. Die Fahrbahn ist in diesem Bereich leicht abschüssig.

Aufgrund von Bauarbeiten im Bereich der Brücke und einer damit verbundenen Fahrbahnreduzierung können auf diesem Streckenabschnitt zurzeit nur zwei der sonst drei zur Verfügung stehenden Fahrstreifen genutzt werden. Infolgedessen bildete sich am Freitagabend ein ca. einen Kilometer langer Stau, an dessen Ende es kurz vor 20.00 Uhr zu dem schweren Unfall kam.

Nach derzeitigen Ermittlungen der Autobahnpolizei Göttingen bremsten zunächst ein bislang noch unbekannter Autofahrer und ein 58 Jahre alter Sprinterfahrer aus dem Landkreis Schaumburg am Ende des Staus verkehrsbedingt ab und kamen hintereinander zum Stehen.

Ein nachfolgender 51-jähriger Smartfahrer aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenbrug (Hessen) bemerkte die am Stauende stehenden Fahrzeuge aus bislang ungeklärten Gründen wahrscheinlich nicht oder aber zu spät. Sein Wagen prallte daraufhin vermutlich ungebremst auf das Heck des Mercedes-Sprinters und schob diesen gegen den davorstehenden PKW.

Die 74 Jahre alte Fahrerin eines Skoda Oktavia aus Hannover, die sich direkt hinter dem hessischen PKW befand, prallte anschließend ebenfalls nahezu ungebremst auf das Heck des Smart.

Bei der Unfallserie wurde der 52 Jahre alte Beifahrer in dem Smart so schwer verletzt, dass er trotz sofort eingeleiteter Reanimation noch an der Unfallstelle verstarb. Der 51-jährige Fahrer des Wagens sowie die 74 Jahre alte Skodafahrerin erlitten schwere Verletzungen. Rettungswagen brachten sie in die Göttinger Uniklinik bzw. in ein Krankenhaus nach Hann. Münden.

Der vierte Unfallbeteiligte, der Fahrer des Wagens, auf dessen Heck der Sprinter von dem Smart nach vorn geschoben worden war, setzte seine Fahrt einfach fort. Die Polizei ermittelt wegen Unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

Der Leichnam des getöteten 52 Jahre alten Mannes aus dem Main-Kinzig-Kreis (Hessen) wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Göttingen beschlagnahmt, ebenso der Smart, der Sprinter und der Skoda Oktavia.

Die Unfallstelle wurde außerdem von einem Sachverständigen der DEKRA aus Kassel begutachtet.

Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie die umfangreichen Ermittlungen an der Unfallstelle war die A 7 in Fahrtrichtung Hannover bis gegen 01.35 Uhr voll gesperrt. Zu dieser Zeit betrug die Staulänge noch immer acht Kilometer. Auch auf den Umleitungsstrecken kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Am Unfallort waren mehrere Rettungswagen, Streifenwagen der Polizei, die Autobahnmeisterei Göttingen sowie 20 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Münden, Uschlag und Landwehrhagen im Einsatz.

Die Höhe des entstandenen Gesamtschadens beträgt nach ersten Schätzungen ca. 20.000 Euro.

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