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04.06.2019 – 18:08

Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg - Land / Wesermarsch

POL-DEL: Autobahnpolizei Ahlhorn: Auffahrunfall auf der Autobahn 1 im Bereich der Gemeinde Dötlingen +++ NACHTRAG (2)

Delmenhorst (ots)

Ein Auffahrunfall auf der Autobahn 1 im Bereich der Gemeinde Dötlingen sorgt für erhebliche Verkehrsbehinderungen in Fahrtrichtung Osnabrück.

Ein 43-jähriger Mann aus Litauen befuhr am Dienstag, 04. Juni 2019, 02:25 Uhr, mit seinem Sattelzug die Autobahn 1 in Richtung Osnabrück. In Höhe der Anschlussstelle Wildeshausen-Nord war aufgrund von Bauarbeiten an einer Brücke der rechte Fahrstreifen gesperrt. Auf diese Sperrung wurde mit einem sogenannten Sicherungsanhänger mit LED-Tafel hingewiesen.

Aus Unachtsamkeit übersah der 43-Jährige die errichtete Sperrung und den Sicherungsanhänger und fuhr mit seinem Sattelzug ungebremst auf den Sicherungsanhänger und den davor abgestellten Lkw der Sicherungsfirma auf.

Durch die Kollision wurde das sichernde Gespann noch etliche Meter nach vorne geschoben. Direkt nach Stillstand fing die Sattelzugmaschine des Unfallverursachers Feuer. Die Flammen griffen nach hinten auf seinen mit Tabak beladenen Auflieger und nach vorne auf das sichernde Gespann über. Alle Fahrzeuge brannten vollständig aus. Zusätzlich wurden der rechte Fahrstreifen, der Standstreifen, das Abfahrtschild der Anschlussstelle Wildeshausen-Nord und der Grünstreifen beschädigt.

Der 43-Jährige erlitt schwere Verletzungen, konnte sich aber selbständig aus der brennenden Sattelzugmaschine befreien. Er wurde mit Schnittverletzungen und Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren.

Arbeiter auf der errichteten Baustelle blieben unverletzt.

Der entstandene Schaden an den vollständig ausgebrannten Fahrzeugen, dem Frachtgut und der Fahrbahn wurde auf mindestens 1.000.000 Euro beziffert.

Für die Löscharbeiten waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Wildeshausen, Brettorf, Groß Ippener, Harpstedt, Dötlingen und Neerstedt eingesetzt.

Die Sperrung der Richtungsfahrbahn Osnabrück wurde direkt im Anschluss an den Unfall errichtet. Im weiteren Verlauf wurde durch die Straßen-und Autobahnmeisterei Wildeshausen eine Vollsperrung am Dreieck Stuhr eingerichtet. Die Richtungsfahrbahn Osnabrück wird bis mindestens in die Mittagsstunden gesperrt bleiben.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste auch die Richtungsfahrbahn Hamburg gesperrt werden. Diese Sperrung konnte gegen 04:45 Uhr aufgehoben werden.

Verkehrsteilnehmern, die die Autobahn 1 in Richtung Osnabrück befahren, wird empfohlen, im Dreieck Stuhr auf die Autobahn 28 in Richtung Oldenburg zu fahren, im Ostkreuz Oldenburg auf die Autobahn 29 in Richtung Ahlhorner Dreieck und dort zurück auf die Autobahn 1 in Richtung Osnabrück zu wechseln.

Während der Anfahrt zum Unfallort fiel den Beamten der Autobahnpolizei Ahlhorn der Fahrer eines Kleintransporters auf. Der 37-jährige Fahrer aus Ungarn nutzte die errichtete Rettungsgasse zum schnelleren Vorankommen und musste vor Ort eine Sicherheitsleistung in Höhe von 125 Euro leisten. An der gesperrten Unfallstelle kam er trotzdem nicht vorbei.

Der Verkehr, der sich hinter der Unfallstelle gestaut hatte, konnte um 05:45 Uhr langsam an den ausgebrannten Fahrzeugen vorbeigeleitet werden.

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Die Bergungsarbeiten an den immer noch heißen Fahrzeugwracks waren aufwändig, so dass auch erst verspätet mit der Reinigung der Fahrbahn begonnen werden konnte.

Momentan wird davon ausgegangen, dass die Sperrung gegen 16:00 Uhr aufgehoben werden kann.

Aufgrund der Fahrbahnschäden wird der Verkehr in Richtung Osnabrück aber auch dann nur mit reduzierter Geschwindigkeit am Unfallort vorbeigeleitet. Eine entsprechende Beschilderung muss noch errichtet werden.

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Die Sperrung konnte um 18 Uhr aufgehoben werden.

Zwischen den Anschlussstellen Brinkum und dem Autobahndreieck Stuhr (A1) bzw. dem Autobahndreieck Stuhr und der Anschlussstelle Delmenhorst-Deichhorst (A28) bildete sich zwischenzeitlich Stau mit einer Länge von sieben bis acht Kilometern. Die Nebenstrecken waren ebenfalls überlastet.

Es wird sicher noch eine halbe Stunde dauern, bis sich der Verkehrsfluss auf den Autobahnen 1 und 28 im Bereich des Dreiecks Stuhr wieder normalisiert hat.

Fragen bitte ab Mittwoch an Albert Seegers
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