POL-KLE: Kreis Kleve - "Schockanrufe" im Südkreis
Betrüger blieben erfolglos
Angerufene reagierten richtig
Kreis Kleve (ots)
Am Dienstag (26. Mai 2026) versuchten Betrüger mehrfach, mittels "Schockanruf" Geld von Bürgern im Südkreis zu erbeuten. Vorab die gute Nachricht: in allen vier bekanntgewordenen Fällen waren die Täter erfolglos, die Angerufenen erkannten die Betrugsversuche! Der erste Anruf wurde gegen 12:07 Uhr bei einer 88-jährigen Frau aus Kerken-Nieukerk getätigt. Angeblich müsse sie einen hohen fünfstelligen Betrag zahlen, um die Inhaftierung ihrer Tochter zu verhindern. Hier legte die Frau auf und rief die Polizei an. Gegen 12:39 versuchten es zwei Frauen bei einem 84-jährigen Mann, ebenfalls in Kerken. Angeblich sei seine Haushaltshilfe am Telefon und weinte. Die andere Frau gab sich als "Frau Krämer vom Gericht" aus und forderte eine hohe Summe als Kaution für einen angeblich verursachten tödlichen Verkehrsunfall. Auch hier wurde der Mann misstrauisch und fragte nach, woraufhin das Gespräch durch die Täterinnen abgebrochen wurde. Ebenfalls mit dem Hintergrund "schwerer Verkehrsunfall" meldete sich ein weinender Mann bei einer 77-jährigen Frau aus Geldern-Walbeck. Angeblich habe ein Angehöriger diesen Unfall verursacht und das Gespräch wurde an einen angeblichen Polizisten weitergegeben. Da die angerufene Frau diese Betrugsmasche bekannt war, beendete sie das Gespräch. Der letzte bekanntgewordene betrügerische Anruf wurde gegen 16:34 Uhr von einer Frau und einem Mann durchgeführt. Die Frau gab sich weinend als Tochter des angerufenen Ehepaares in Rheurdt aus, sie habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Der Mann gab sich anschließend als Staatsanwalt aus. Das angerufene Paar (72 und 74 Jahre alt) wurde misstrauisch und rief während des laufenden Telefonates von einem anderen Telefon die Polizei an. Möglichweise haben die Täter dies mitbekommen, so dass das Telefonat beendet wurde.
Wenn es auch in diesen Fällen nicht zum "Erfolg" der Betrüger kam, wird es weiter skrupellose Versuche geben, insbesondere ältere Menschen um ihr Hab und Gut zu bringen. Daher weist die Polizei weiter darauf hin
- machen Sie sich mit den Tricks der Betrüger vertraut
- sprechen Sie als Angehöriger älterer Menschen über diese Tricks
und wie man ihnen begegnen kann.Auf der Internetseite der Kreispolizeibehörde Kleve finden Sie unter https://kleve.polizei.nrw/artikel/falsche-polizeibeamte-schockanrufe-enkeltrick viele Hinweise, vor allem aber auch eine Serie von Audio-Beiträgen zu verschiedenen Betrugsvarianten, die in Zusammenarbeit mit einem lokalen Radiosender erstellt worden sind! (sp)
Rückfragen bitte an:
Kreispolizeibehörde Kleve
Pressestelle Polizei Kleve
Telefon: 02821 504 1111
E-Mail: pressestelle.kleve@polizei.nrw.de
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