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07.08.2019 – 10:32

Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1092) Geldabholerin nach versuchtem Enkeltrick festgenommen - Staatsanwaltschaft stellt Haftantrag

Mittelfranken (ots)

Am Dienstagnachmittag (06.08.2019) nahmen Zivilbeamte der Nürnberger Polizei eine Jugendliche fest. Sie steht im Verdacht, als Geldabholerin nach einem Betrugsversuch fungiert zu haben.

Um die Mittagszeit erhielt ein Anwohner im Stadtteil Gebersdorf einen Anruf. Der vermeintliche Enkel berichtete dem Senior von einem Wohnungskauf, der angeblich unmittelbar bevorstehe und forderte einen Geldbetrag von mehreren 10.000 Euro. Der Rentner war aufgrund der öffentlichen Berichterstattung sensibilisiert und erkannte sofort, dass es sich hierbei um einen Betrugsversuch handelt. Er willigte scheinbar ein und verständigte die Polizei.

Aufgrund der Mitteilung nahmen Zivilbeamte der Nürnberger Polizei am frühen Nachmittag eine 17-Jährige fest. Sie wollte bei dem Betrugsversuch das Geld abholen.

Das für das Phänomen "Enkeltrick" zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei übernahm die weiteren Ermittlungen, insbesondere hinsichtlich möglicher Mittäter. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte Haftantrag gegen die Jugendliche. Sie wird heute im Laufe des Tages dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt.

Aus aktuellem Anlass und einer deutlichen Häufung solcher Betrugsversuche in den letzten Tagen und Wochen im gesamten mittelfränkischen Raum, rät die Polizei nochmals eindringlich vor diesem Phänomen "Enkeltrick" und gibt folgende Verhaltenshinweise:

   -	Seien Sie misstrauisch, wenn sich am Telefon jemand nicht selbst
mit Namen vorstellt. Nennen Sie niemals die Namen Ihrer Verwandten, 
fordern Sie den Anrufer vielmehr auf, seinen Namen selbst zu nennen. 
   -	Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen 
Verhältnissen preis. 
   -	Legen Sie sofort den Telefonhörer auf, sobald Ihr 
Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. 
   -	Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter 
(z.B. Enkel) ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher 
bekannten und verwendeten Rufnummer selbst an und lassen sich den 
Sachverhalt bestätigen. 
   -	Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an 
unbekannte Personen. 
   -	Lassen Sie sich nicht einschüchtern oder unter Druck setzen. 
Ihre wirklichen Verwandten werden Verständnis dafür haben und Sie 
keinesfalls unter Druck setzen. 
   -	Informieren Sie sofort die Polizei unter 110, wenn Ihnen der 
Anruf verdächtig vorkommt. 
   -	Informieren Sie ihre Verwandten, insbesondere ältere Mitbürger 
über dieses Phänomen. 

Wolfgang Prehl/n

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D-90443 Nürnberg
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