Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1655) Überfallartige Vergewaltigung einer Spaziergängerin - ein Tatverdächtiger wurde festgenommen und befindet sich in U-Haft

Fürth (ots) - Wie am 03.11.2018 mit Meldung 1625 berichtet, kam es in den Morgenstunden des 03.11.2018 (Samstag) im Wiesengrund in Fürth, im Bereich des Quellensteges südlich der Pegnitz, zu einer überfallartigen Vergewaltigung einer Spaziergängerin. Der Kriminalpolizei Fürth gelang es, mit Unterstützung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, durch intensive Fahndungsmaßnahmen in kurzer Zeit einen 37-jährigen Mann, der dringend tatverdächtig ist, festzunehmen.

Das spätere Opfer ging gegen 08:00 Uhr am Pegnitzgrund entlang, als es auf Höhe der Kurgartenstraße unvermittelt von einem Mann überfallen, mit einem Messer bedroht und ins Gebüsch gezerrt wurde.

Ein Zeuge, der die Hilferufe hörte und die Frau vorfand, verständigte die Polizei. Der Tatverdächtige flüchtete, nachdem er offenbar den herannahenden Zeugen wahrgenommen hatte. Das Opfer kam mit körperlichen Verletzungen und unter Schock stehend zur Behandlung in ein Krankenhaus. Eine Betreuung der Geschädigten wurde sichergestellt.

Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken führte die Spurensicherung vor Ort durch und leitete erste intensive Fahndungsmaßen unter Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten in die Wege. Im Rahmen der Fahndung kamen auch Personensuchhunde der Polizeipräsidien Mittelfranken und Unterfranken sowie weitere Unterstützungskräfte der mittelfränkischen Polizei zum Einsatz.

Im weiteren Verlauf wurden von den Ermittlungsbeamten der Kripo Fürth zahlreiche Zeugen befragt und die sichergestellte Kleidung des Opfers auf Spuren untersucht.

Aufgrund eines Zeugenaufrufes in den Medien, der noch am Tattag gesteuert wurde, meldeten sich mehrere Personen, die sachdienliche Hinweise geben konnten. In der Folge wurden Lichtbildvorlagen durchgeführt, bei denen unabhängig voneinander der mutmaßliche Tatverdächtige identifiziert werden konnte.

Die intensive Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei Fürth, die in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth erfolgte, führte am 07.11.2018 in den späten Abendstunden zur Festnahme des dringend tatverdächtigen 37-jährigen Mannes in der Wohnung einer Bekannten. Bei der Durchsuchung der Wohnung konnten die Beamten mehrere Beweismittel sicherstellen.

Eine Untersuchung der gesicherten Tatspuren mit dem einliegenden DNA-Muster des Tatverdächtigen durch die Rechtsmedizin Erlangen erhärtete den Tatverdacht.

In seiner Vernehmung räumt der Beschuldigte die Anwesenheit am Tatort ein, bestreitet allerdings die Vergewaltigungshandlung. Der Ermittlungsrichter am AG Fürth erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einen Haftbefehl wegen Vergewaltigung im besonders schweren Fall. Der Beschuldigte befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Weitere zurückliegende Straftaten, die möglicherweise in Verbindung mit dem Tatverdächtigen gebracht werden können, werden geprüft.

Die Ermittlungen dauern an.

Elke Schönwald

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