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Mülheim an der Ruhr (ots) - Am 6. Februar um 22:43 Uhr wurde der Leitstelle der Feuerwehr Mülheim an der Ruhr ...

Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (2029) Einbruchsserie geklärt - 64-jähriger Tatverdächtiger kam während Beerdigungen

    Nürnberg (ots) - Seit Januar 2001 registrierte das Kommissariat für Eigentumsdelikte der Nürnberger Kriminalpolizei in Nürnberg insgesamt 14 so genannte "Beerdigungseinbrüche". Davon ereigneten sich acht von Januar bis August 2001 und sechs weitere von Januar bis Juli 2002. Der zunächst unbekannte Täter stieg überwiegend von den Gebäuderückseiten aus über den Keller, Terrassentüren oder Fenster in die Häuser bzw. Wohnungen ein, während die Bewohner wegen Beerdigungen abwesend waren. In einem Fall dürfte er dabei einen Schäferhund betäubt haben. Insgesamt erbeutete er dabei Bargeld und Schmuck für ca. 130.000 Euro.

  Nach umfangreichen Auswertungsmaßnahmen - hierzu gehörte die Auswertung von über 400 Traueranzeigen sowie die Abklärung von mehr als 1.000 Adressen und die gezielte Überwachung mehrerer möglicher Tatobjekte - wurde von einer Zivilstreife der Nürnberger Polizei im Juli 2002 ein tatverdächtiger Mann vor einem Trauerhaus im Osten Nürnbergs festgenommen. Nach ersten Auswertungen der vom Tatverdächtigen mitgeführten Gegenstände (Handy, Bahncard etc.) stellte sich heraus, dass der Tatverdächtige seit November 2000 unangemeldet in Nürnberg wohnte. Seine getrennt lebende Ehefrau lebte ebenfalls unangemeldet im Landkreis Fürth. Bei anschließenden Durchsuchungen fanden die Ermittler in der Wohnung der 47-jährigen Ehefrau Schmuckgegenstände, die bei den Einbrüchen entwendet worden waren. Diebesgut im Wert von ca. 15.000 Euro konnte so wieder beigebracht werden.

  Zwischenzeitlich konnten die aufgefundenen Schmuckstücke neun Einbrüchen in Nürnberg sowie drei Einbrüchen in Fürth, Erlangen und Neumarkt zugeordnet werden.

  Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 64-jährigen, aus Koblenz stammenden, Rentner. Er war 1999 wegen mehrere Einbrüche während Beerdigungen in Westdeutschland zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Im Juni 2000 kehrte er nach einem Ausgang nicht in die Haft zurück, weshalb zum Zeitpunkt der Festnahme ein Haftbefehl gegen ihn bestand.

  Der 64-jährige macht bei der Polizei keine Angaben. Bei seiner Festnahme war der Tatverdächtige, der als professioneller Einbrecher anzusehen ist, mit einem dunklen Anzug bestens bekleidet. Er machte den Eindruck eines Mittrauernden, führte jedoch in einer Tasche Einbruchswerkzeug mit.

  Die Ehefrau des Tatverdächtigen wird wegen des Verdachts der Begünstigung angezeigt, da bei ihr Diebesgut aufgefunden wurde.

  Die Einbrüche während der Beerdigungen sorgten bei den Betroffenen für großes Aufsehen und bedeuteten für die Trauernden, neben dem Verlust eines Angehörigen, zusätzlich eine sehr hohe persönliche Belastung.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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