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22.04.2017 – 21:34

Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (662) Nürnberg: Versammlungsgeschehen im Stadtgebiet Nürnberg - Bilanz der Polizei

Nürnberg (ots)

In Nürnberg wurden heute (22.04.2017) mehrere Versammlungen abgehalten. Die Polizei zieht Bilanz.

Im Zeitraum zwischen 11:00 Uhr und 13:00 Uhr fand eine Versammlung mit Aufzug zum Thema "Gegen das Regime in Äthiopien und Abschiebungen" statt. Diese startete mit einer Kundgebung vor der Lorenzkirche und führte die rund 300 Teilnehmer über die Königstraße, Hallplatz, Grasersgasse, Tafelhoftunnel zur Abschlusskundgebung am Aufseßplatz. Der Aufzug verlief störungsfrei.

Gegen 16:00 Uhr versammelten sich rund 50 Teilnehmer der Partei "Der dritte Weg" am Kornmarkt. Zeitgleich hatten sich vor Ort etwa 250 Gegendemonstranten formiert.

Im Verlauf des Demonstrationszuges zum Thema "Kapitalismus zerschlagen - Für Familie, Heimat, Tradition" blockierten Aufzugsgegner immer wieder die geplante Wegstrecke mit Sitzblockaden. In einem Fall kam es auf dem Weg des Aufzugs zur Anmeldung einer Spontanversammlung durch Gegendemonstranten. Die Einsatzleitung der Polizei vereinbarte mit dem Verantwortlichen des Aufzugs jeweils Alternativstrecken und leitete den Demonstrationszeug entsprechend um.

Gegen 18:25 Uhr erreichte der Aufzug die Regensburger Straße. Vor der Bundesagentur für Arbeit hielten die Teilnehmer über rund 30 Minuten eine Zwischenkundgebung ab. Im Anschluss zogen die Demonstranten weiter zum Nelson-Mandela-Platz. Dort beendete der verantwortliche Leiter die Versammlung um 19:50 Uhr.

Für den Schutz und den ordnungsgemäßen Verlauf der Versammlungen waren Dienstkräfte der mittelfränkischen Polizei sowie der Bayerischen Bereitschaftspolizei eingesetzt. Im Einsatzverlauf erlitt ein Polizeibeamter leichte Verletzungen. Der Beamte blieb weiterhin dienstfähig.

Insgesamt mussten die Einsatzkräfte in 125 Fällen unmittelbaren Zwang in Form von Schieben und Drücken anwenden. Hierbei wurde sechs Mal der Einsatzstock als Abdränghilfe eingesetzt.

Bis zum aktuellen Zeitpunkt (21:30 Uhr) kam es zur Einleitung von vier Strafverfahren. Ob während des Aufzugs weitere straf- bzw. ordnungsrechtliche Verstöße begangen wurden, wird im Nachgang geprüft.

Entlang der Aufzugsroute mussten Verkehrssperren eingerichtet werden. Es kam zu massiven Behinderungen für den Fahrverkehr. /Christian Daßler

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