Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1785) Erneut mit Enkeltrick und Schockanrufen Bargeld erschwindelt

Nürnberg (ots) - Verschiedene Unbekannte haben durch den sogenannten "Enkeltrick" und "Schockanrufe" am Mittwoch (09.10.2013) in drei Fällen Bargeld im Wert von rund 30.000 Euro erschwindelt. Die Polizei warnt zum wiederholten Mal eindringlich vor diesen Betrugsmaschen.

In einem Fall war eine Seniorin (72) in den Abendstunden von einer unbekannten Frau angerufen worden, die sich ihr gegenüber als Enkelin ausgab. Nach mehreren Anrufen übergab das Opfer an eine im Auftrag der Enkelin geschickte Frau über 10.000 Euro.

Beschreibung der Abholerin: Etwa 30 Jahre alt, ca. 160 cm groß, schlank, bekleidet mit bunt-kariertem Mantel.

In zwei weiteren Fällen meldete sich am Nachmittag bzw. in den Abendstunden bei zwei russisch-stämmigen Frauen (78 und 86) ein unbekannter Anrufer in russischer Sprache. Angehörige hätten einen Unfall erlitten und benötigten finanzielle Hilfe. Man einigte sich auf mehrere tausend Euro, die noch während oder kurz nach dem jeweiligen Telefonat durch einen weiteren Täter bei den Opfern zuhause abgeholt wurden.

Beschreibung der Abholer:

Etwa 25 Jahre alt, ca. 180 cm groß, schlanke bis hagere Gestalt, bekleidet mit schwarzer Jacke und schwarzer Hose, sprach russisch.

Etwa 25 Jahre alt, ca. 160 bis 165 cm groß, bekleidet mit blauem Pullover und blauer Jeans, sprach russisch.

Ein weiterer "Enkeltrick" und vier "Schockanrufe" am selben Tag scheiterten. Die Seniorinnen waren misstrauisch geworden und hatten rechtzeitig die Polizei verständigt.

In diesem Zusammenhang rät die Polizei erneut:

· Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als
  Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht
  erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige
  Verwandte/Bekannte wissen kann. 
· Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen
  Verhältnissen preis. 
· Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck
  setzen. Vereinbaren Sie frühestens für den kommenden Tag einen
  Gesprächstermin und überprüfen Sie die Angaben. 
· Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei
  Familienangehörigen Rücksprache. 
· Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen
  Sie diese mit bereits bekannten Nummern. Rufen Sie die jeweilige
  Person unter der bekannten Nummer an und lassen Sie sich den
  Sachverhalt bestätigen. 
· Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen - informieren
  Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig
  vorkommt: Notruf Nr. 110. 

· Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Das Fachkommissariat der Nürnberger Kripo hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen bzw. weitere Geschädigte, sich beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Rufnummer 0911 2112-3333 zu melden.

Robert Sandmann/gh

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