Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (3) Vorläufige Bilanz zur Jahreswende

      Nürnberg (ots) - Auch in dieser Silvesternacht hatten die
Einsatzkräfte der Nürnberger Polizei zahlreiche Einsätze zu
bewältigen, die - gemessen am Vorjahr - nicht weniger
einsatzintensiv waren. Mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten
Brände, allesamt verursacht durch unsachgemäßen Umgang mit
Feuerwerkskörpern, hielten sich die Folgen im Großen und Ganzen
jedoch in Grenzen.

    Zu Beginn der Silvesternacht brannte - wie bereits gemeldet - ein     14-stöckiges Wohnhaus in Reichelsdorf aus. Deren Bewohner können zur Stunde ihre Wohnungen wegen bestehender Verqualmung des Treppenaufganges noch immer nicht betreten. Ihre Betreuung durch die Stadt Nürnberg und den Rettungsdiensten ist jedoch gewährleistet.

    Um 20.30 Uhr wurde Feuer auf einem Balkon in der Norikerstraße gemeldet, das sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte auf die gesamte Wohnung ausbreitete. Auslöser in diesem Fall dürfte eine Silvesterrakete gewesen sein, die von einem anderen Balkon abgeworfen worden war.     Dem nicht anwesenden Wohnungsinhaber ist nach derzeitigem Stand ein Schaden von etwa 80.000 - 100.000 DM entstanden. Verletzt wurde niemand.

    Gegen 22.10 Uhr und kurz nach Mitternacht um 00.25 Uhr kam es zu zwei Wohnungsbränden in der Sebalder Altstadt. Im ersten Fall wurden durch einen in einem Balkon geworfenen Feuerwerkskörper ein Wäscheständer und die Sichtschutzblende beschädigt. Hier konnte der Wohnungsinhaber durch eigenes Zutun und einem Eimer Wasser Schlimmeres verhindern, so dass nur ein Sachschaden von etwa 3.000 DM enstand.

    Im zweiten Fall wurde ebenfalls durch Unbekannte ein Silvesterkracher in ein im ersten Obergesschoss offen stehendes Fenster geworfen, der dann im Wohnzimmer explodierte. Nachdem es der Wohnungsinhaberin noch gelang, den Feuerwerkskörper wieder ins Freie zu werfen, die Frau jedoch einen dadurch entstandenen Glutherd möglicherweise übersah, brach im Zimmer ein Brand aus, gerade als die Hausgäste in einem Nebenraum auf das neue Jahr anstießen. Das dann entstandene Feuer konnte von ihr nicht mehr unter Kontrolle gebracht wurde und musste von der eintreffenden Berufsfeuerwehr gelöscht werden.     Die Wohnung brannte komplett aus. Die Schadenshöhe wird auf etwa 120.000 DM beziffert. Personen wurden nicht verletzt.

    Um 00.25 Uhr wurde der Brand eines Lkw gemeldet, der auf einer Ausstellungsfläche eines Kfz-Händlers in der Fuggerstraße ordnungsgemäß abgestellt war. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr brannten die Fahrerzelle und der Motorraum aus. Nachdem Zeugen vor dem Ausbruch des Brandes mehrere Jugendliche im dortigen Bereich sahen, die mit Feuerwerkskörper hantierten, ist davon auszugehen, dass auch in diesem Fall als Brandursache unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerkskörpern in Frage kommt. Auch hier ist ein Sachschaden von 25.000 DM entstanden.

    Um 04.00 Uhr wurde die Polizei davon verständigt, dass in der Löwenberger Straße ein 19-jähriger Koch von bisher zwei unbekannten Tätern auf dem Nachhauseweg angerempelt, zu Boden gestoßen und anschließend mit den Füßen getreten wurde. Erst nachdem die Eltern des Geschädigten aus dem Fenster herunter riefen, ließen die beiden Täter vom Opfer ab und gingen flüchtig. Der 19-Jährige musste zur ambulanten Behandlung ins Klinikum-Süd gebracht werden. Hier stellte er noch fest, dass ihm die Geldbörse mit verschiedenen persönlichen Papieren bei dem Überfall geraubt wurden.     Lediglich von einem Täter konnte er eine Beschreibung abgeben. Er soll 18 Jahre alt sein, hatte eine schlanke Figur und sehr kurze schwarze Haare.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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