Zollfahndungsamt Hamburg

ZOLL-HH: Zoll hebt Sprengstofflabor aus

ZOLL-HH: Zoll hebt Sprengstofflabor aus
Chemikalien

Rostock / Neustrelitz (ots) - Zöllner haben am Dienstag im östlichen Mecklenburg-Vorpommern ein Sprengstofflabor ausgehoben und 40 Kilogramm illegale Böller aus dem Verkehr gezogen. Daneben gingen den Beamten auch verbotene Waffen und geringere Mengen Betäubungsmittel ins Netz.

In einem Keller in einem Mehrfamilienhaus in Neustrelitz stießen die Ermittler auf ein Sprengstofflabor. Ein 25-jähriger Deutscher lagerte dort mehr als 25 Kilogramm diverser Chemikalien in flüssiger und pulverisierter Form, die für die Herstellung von Sprengstoff geeignet sind. Neben der Laborausrüstung fanden die Beamten auch einen Industriebackofen und ein professionelles Zündpult, wie es eigentlich nur durch Berufsfeuerwerker genutzt wird.

Dazu Stephan Meyns, Sprecher des Zollfahndungsamtes Hamburg: "Die Ermittlungen im Bereich der illegalen Pyrotechnik fördern oft weitere Straftaten ans Licht. Hier zeigt sich wieder, dass in unscheinbaren Kellern brandgefährliche Dinge lagern können."

Nach Einschätzung eines hinzugezogenen Chemikers hätte mit den Chemikalien das gesamte Mehrfamilienhaus gesprengt werden können. "Bei Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz geht der Zoll zum Schutz der Bevölkerung entschieden vor", so Meyns weiter.

Am Morgen stellten die Zollbeamten insgesamt 40 Kilogramm illegale Böller sicher. Einzelne Stücke weisen eine Nettoexplosivmasse von 1,5 Kilogramm auf. Auch verbotene Waffen, unter anderem ein Würgeholz, ein sogenanntes Nunchaku, sowie geringere Mengen Betäubungsmittel, beschlagnahmten die Zöllner.

Insgesamt sieben Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckte der Zoll im Auftrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg ab dem frühen Morgen im Raum Neustrelitz und Neubrandenburg. Es waren 30 Beamte von Zoll und Munitionsbergungsdienst im Einsatz. Daneben wurden in Neustrelitz auch das zuständige Ordnungs- und das Umweltamt, sowie die Feuerwehr hinzugezogen.

Die weiteren Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Hamburg -Dienstsitz Rostock- dauern noch an.

Rückfragen bitte an:

Stephan Meyns
Pressesprecher beim
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Telefon: +49 40 67571 -711
Mobil: +49 173 729 80 76
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