Bundespolizeiinspektion Flensburg

BPOL-FL: Schleusung aus Dänemark festgestellt

BAB /Tarp (ots) - Gestern Nachmittag fiel einer Streife der Bundespolizei ein Opel Zafira auf, der über die Autobahn aus Dänemark kam. Das Fahrzeug war voll besetzt und wurde an der Autobahnabfahrt Tarp kontrolliert. Dabei kam der Fahrer den Anhaltesignalen nur bedingt nach, sodass die Streife das Blaulicht einschaltete.

Bei der Kontrolle wies sich der Fahrer mit einem niederländischen Fremdenpass aus, er war Syrer. Seine sechs Insassen verfügten lediglich über dänische Asylkarten, welche nicht für den Aufenthalt im Bundesgebiet ausreichen.

Da hier der Verdachte einer Schleusung vorlag wurden alle Personen mit zur Dienststelle genommen. Die Bundespolizisten konnten ermitteln, dass der 37-jährige syrische Fahrer, die kuwaitische Familie (4 Frauen im Alter von 14 bis 73 Jahren, 2 Männer 17 und 49 Jahre) für 4000,- dänische Kronen ( ca. 550,- Euro) in die Niederlande bringen wollte.

Der Fahrer muss sich nun wegen Einschleusen von Ausländern verantworten. Ihm wurden seine Dokumente abgenommen und zu einer Dienststelle der Bundespolizei an der niederländischen Grenze geschickt. Dort hat er sich zu melden. Er bekommt eine dreijährige Einreisesperre für Deutschland.

Die Geschleusten äußerten ein Asylbegehren und wurden an die Erstaufnahmeeinrichtung weitergeleitet.

Die Bundespolizei hat am Wochenende bei Kontrollen am Flensburger Bahnhof die Identität bzw. die Aufenthaltsberechtigung von 16 Personen überprüft. Es handelt sich dabei um Frauen und Männer aus Afghanistan, Somalia, Marokko, Türkei, Syrien und dem Irak.

Der Großteil der Personen waren ausweislos, jedoch wurden auch skandinavische Asylkarten aufgefunden.

Nach Anzeigenerstattung wegen unerlaubter Einreise wurden die Frauen und Männer an die Ausländerbehörde nach Neumünster weitergeleitet.

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