Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 040913 – 1006 Ginnheim: Zwanzigjähriger niedergestochen

    Frankfurt (ots) - Ein 21-jähriger Brite indischer Abstammung hat am Sonntagabend im Zuge einer Auseinandersetzung einen 20-jährigen Deutschen russischer Abstammung mit einem Messer niedergestochen. Die Hintergründe der Tat liegen noch weitgehend im Dunkeln und bedürfen weiterer Ermittlungen.

    Fest steht lediglich, dass gegen 21.38 Uhr eine Messerstecherei in der Franz-Werfel-Straße gemeldet wurde. Bei Eintreffen der Polizei wurde der 20-Jährige in einem Rettungswagen behandelt. Er hatte eine zunächst lebensgefährlich erscheinende Stichwunde im Rücken, die ihm ein „schwarzhaariger Mann“, der in Richtung Wilhelm-Eppstein-Straße geflüchtet war, zugefügt haben soll. Fahndungsmaßnahmen liefen an.

    Wenige Minuten später (21.57 Uhr) meldete sich ein Mann beim Polizeinotruf, der zu der Tat Stellung bezog. Er erklärte, er sei von „drei Russen angegriffen worden“ und habe sich mit dem Messer „verteidigt“. Der Anrufer nannte seinen Aufenthaltsort, wurde wenig später in der Franz-Kafka-Straße angetroffen und auf das 12. Revier gebracht. Das mutmaßliche Tatmittel, ein Schlachtermesser mit 35 Zentimeter Klingenlänge, übergab er der Polizei. Es wurde sichergestellt.

    Auf dem Revier erklärte der Brite (21), in Notwehr gehandelt zu haben. Er sei kurz zuvor von einer Personengruppe angegriffen, bedroht und geschlagen worden. Im Verlaufe dieser Auseinandersetzung, auf deren Ursache er nicht näher einging, habe er einen der Angreifer mit seinem Messer verletzt , woraufhin die Personengruppe geflüchtet sei.

    Der Verletzte, so die anschließenden Ermittlungen, schleppte sich noch bis zur Franz-Werfel-Straße, wo er aufgefunden und erstversorgt wurde. Wie sich später zeigte, ist die Verletzung zwar schwer, aber nicht lebensbedrohlich.

    Die Ermittlungen dauern an. Eine Beziehungstat, möglicherweise resultierend aus einer „Forderungssache“, scheint nicht ausgeschlossen. Nach polizeilichen Erkenntnissen wurde gegen beide Beteiligten bereits vor fünf Jahren einmal wegen Verdacht des Diebstahles ermittelt. Damals waren die beiden noch Komplizen.

(Manfred Feist/-82117)


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