Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 090424 - 574 Frankfurt: Abklärung der besonderen Freizeitaktivitäten des gesuchten Thomas WOLF gehen weiter - Kontaktpersonen bei Lokalbesuchen und sportlichen Aktivitäten sollten sich dringend melden

    Frankfurt (ots) - Auch fast vier Wochen nach der Geiselnahme der Ehefrau eines leitenden Bankangestellten in Wiesbaden am 27. März 2009 und deren Freilassung nach einer Zahlung von 1,8 Millionen EUR an den mutmaßlichen Täter, dem weiterhin flüchtigen 56-jährigen Erpresser und Geiselnehmer Thomas WOLF, gehen bei der "Soko WOLF" nach wie vor Hinweise ein. Bisher konnten rund 260 Informationen registriert werden, die nach und nach abgearbeitet wurden bzw. noch werden.

    Eine sogenannte heiße Spur ging bis dato über das Hinweistelefon jedoch nicht ein. Die Fahndungsaktivitäten der Polizei gehen deshalb mit großer Intensität weiter.

    Nach wie vor haben die ermittelnden Kriminalisten zum persönlichen Umfeld des Gesuchten einige Fragen, die auf den bisherigen Erkenntnisstand aufbauen. Bisher wurde versucht, Erkenntnisse über das Verhalten von Thomas Wolf in Frankfurt/M. zu erlangen. Es konnte bislang festgestellt werden, dass eine Vielzahl von zwischenmenschlichen Kontakten während dieser fast achtjährigen Zeit in Frankfurt/M. entstanden sein müssen. Daher ist die Ermittlung dieses Personenkreises von großer Wichtigkeit.

    Folgende Aktivitäten außerhalb des unmittelbaren persönlichen Umfeldes haben sich bisher bestätigt:

    1. Die Ermittler konnten nachvollziehen, dass WOLF offensichtlich recht gerne Gaststätten und Kneipen in unterschiedlichen Stadtteilen Frankfurts aufgesucht hat und dabei mit den Wirten, Bedienungen und Gästen allgemeine Gespräche führte.

    2. Ferner suchte WOLF in der Mainmetropole verschiedene Hallen- und Freibäder auf. Dabei nutzte er beim Schwimmen gelegentlich sog. "Paddels" (auffällige Schwimmhilfen für die Hände).

    3. Aus diesem Grund wird nochmals gezielt das bereits bekannte Fahndungsplakat nach Thomas WOLF in den Frankfurter Hallen- und Freibädern (soweit diese bereits geöffnet haben) ausgehangen und mit einem Zusatzhinweis versehen.

    4. Als sportlich Aktiver nutzte Thomas WOLF ebenfalls die unterschiedlichsten Sauna-Möglichkeiten in hiesigen Hallen- und Freibädern sowie Thermen.

    5. WOLF dürfte in diversen Fitness-Studios Kraftsport betrieben haben. Soweit die Geräte dort vorhanden waren, auch in Hallenbädern.

    6. Zur Fortbewegung nutzte der Gesuchte oft ein unauffälliges Herren-City-Rad der Marke Stevens in dunkelblau, mit dem er teils in weiblicher Begleitung im gesamten Stadtgebiet Frankfurts unterwegs gewesen sein soll.

    Aufgrund des gezeigten Verhaltens in der Vergangenheit, ist es sehr wahrscheinlich, dass WOLF auch in Zukunft die beschriebenen Freizeitaktivitäten beibehalten wird, um sich fit zu halten.

    Die Polizei sucht weiterhin Kontaktpersonen, die Angaben zu dem seit Jahren national und international gesuchten Serienstraftäter Thomas WOLF machen können und sich bisher noch nicht gemeldet haben, auch dann, wenn diese Informationen den Mitteilern noch so belanglos erscheinen mögen.

    Dabei sind sowohl Personen von Interesse, die Auskunft über WOLFs Aktivitäten im Bereich Frankfurt am Main, bzw. im Rhein-Main-Gebiet, als auch an anderen Orten geben können.

    Im Zusammenhang mit WOLF wird auch weiterhin nach seinem Fluchtfahrzeug, einem silbernen VW Golf Variant (Kombi), neueres Modell mit dem amtlichen Kennzeichen HH-FU 7109, gefahndet, welches bisher noch nicht aufgefunden wurde. Es ist durchaus möglich, dass das Fahrzeug während der Flucht durch WOLF abgestellt und somit seit mehreren Wochen nicht mehr bewegt wurde.

    In entsprechend begründeten Fällen können die Ermittler sachdienliche Hinweise auch vertraulich behandeln.

    Insgesamt sind bisher bis zu 100.000 EUR Belohnung für die Ermittlung und Ergreifung des Gesuchten sowie die Wiederbeschaffung des Geldes ausgesetzt worden.

    Sämtliche Hinweise werden weiterhin unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800-1103333 rund um die Uhr entgegengenommen. Auch jede andere Polizeidienststelle kann diesbezüglich kontaktiert werden.

    Ergänzende Informationen können auch auf der Internetseite der Hessischen Polizei unter www.polizei.hessen.de nachgelesen und weitere in diesem Fall veröffentlichte Bilder eingesehen werden. (Polizeipräsidium Frankfurt, Pressestelle, Telefon 069-75582110)

    Rufbereitschaft hat Herr Füllhardt, Telefon 0173-6597905

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