DIE ZEIT

BP-Chef Lord Browne: Emissionshandel senkt Kosten

    Hamburg (ots) - Der Vorstandschef von BP, Lord John Browne, hat
sich beim Streit um den Emissionshandel auf die Seite der
EU-Kommission gestellt. "Marktorientierte Instrumente wie der
Emissionshandel lösen die Klimaproblematik viel kostengünstiger als
staatliche Regulierungen", sagt Lord Browne der ZEIT. Auch
freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie seien keine
Alternative, weil niemand "wirklich ihre  Einhaltung gewährleisten"
könne. Zwar müsse über viele Detailfragen des EU-Richtlinienentwurfs
zum Emissionshandel sorgfältig nachgedacht werden; dies sei aber
"etwas ganz anderes, als den Emissionshandel einfach abzulehnen". Er
sei sich sicher, dass Klimaschutz ohne Emissionshandel höhere Kosten
verursache, so Lord Browne in der ZEIT.
    
    Der britische Ölmanager widersprach damit indirekt der Auffassung
von Bundeskanzler Gerhard Schröder, der durch den EU-Vorschlag den
Produktionsstandort Europa gefährdet sieht. Auch einige deutsche
Großunternehmen hatten den EU-Vorschlag abgelehnt. Durch seinen
unternehmensinternen Emissionshandel habe BP seit 1998 nicht nur den
Ausstoß klimaschädlicher Gase um 14 Millionen Tonnen reduzieren
können - der Ölmulti habe dabei auch "rund 600 Millionen Dollar"
gespart, erklärte dagegen Lord Browne.
      
    Der Manager kündigte ferner an, dass BP sein Engagement auf dem
deutschen Gasmarkt verstärken wolle.
    
    Der Nahostkonflikt sorge zwar für einen Risikozuschlag auf den
Ölpreis, die Verbraucher müssten aber "keine Engpässe fürchten", sagt
Lord Browne.
    
    
    Das komplette ZEIT-Interview (DIE ZEIT Nr. 19, EVT 02.05.2002) zu
    dieser Meldung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
                                                                        
                            
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