DIE ZEIT

Antje Vollmer: Politik muss Verhältnis zu den Medien neu bestimmen

    Hamburg (ots) - "Das Parlament muss in der modernen
Mediendemokratie ankommen. Die hitzigsten und aktuellsten politischen
Diskussionen finden zur Zeit aber in Talkshows statt ... das
Parlament muss deshalb wieder mehr Arena sein und einen stärkeren
Gegenpol zum Fernsehen bilden", sagt Antje Vollmer, Vizepräsidentin
des Deutschen Bundestags, in der neuen Ausgabe der  Wochenzeitung DIE
ZEIT.
      
    Vollmer unterstützt den Vorschlag von Wolfgang Thierse, die
Legislaturperiode auf fünf Jahre zu verlängern: "Mehr wahlfreie Zeit
bringt mehr Ruhe und Qualität in die Lösung von Sachfragen". Sie
plädiert für eine Mitsprache aller Mitglieder bei der Auswahl der
Kandidaten für die Listenaufstellung: "Die unvorhersehbare Dynamik,
die dadurch entsteht, kann den Parteien sogar einen
Glaubwürdigkeitsschub bescheren."
    
    Für Antje Vollmer ist es wichtig, dass die Politik ihr Verhältnis
zu den Medien neu bestimmt. "In der Mediendemokratie anzukommen"
heißt für sie: "Die Medien als eigenständige Machtsphäre statt als
verlängerten Arm des Politischen zu begreifen." Sie plädiert für die
Wiedereinführung der Tugend des Siezens: "Heute, wo die Medien eine
eigene Macht mit eigener Dynamik geworden sind, tönt das 'Du' wie der
Widerhall aus einer längst verlorenen, harmlosen Zeit."
    
    
    Den kompletten ZEIT-Text (DIE ZEIT Nr. 12, EVT 14.03.2002) zu
    dieser Meldung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
                                      

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