DIE ZEIT

Stefan Wolle, Historiker: Ostdeutsche werden flächendeckend aus wissenschaftlichen Institutionen verdrängt

    Hamburg (ots) - Der ostdeutsche Historiker Stefan Wolle erhebt
schwere Vorwürfe gegen seine westdeutschen Kollegen: Ostdeutsche
werden flächendeckend aus wissenschaftlichen Institutionen verdrängt.
    
    Der ostdeutsche Historiker Stefan Wolle erhebt in der jüngsten
Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT schwere Vorwürfe gegen seine
westdeutschen Kollegen. Bei ihnen würde die "DDR-Geschichte zum
Schlachtfeld ihrer obsoleten ideologischen Stellungskriege gemacht.
Es geht um doktrinäre Rechthaberei, professorale Eitelkeiten und
Verteilungskämpfe."
    
    Die Ostdeutschen seien "flächendeckend aus den wissenschaftlichen
Institutionen verdrängt" worden. Das traurige Fazit nach 10 Jahren
Vereinigung lautet: "Die Betroffenen spielen im öffentlichen Diskurs
um ihre eigene Geschichte nur noch als Außenseiter eine Rolle.".
Wolle weiter: "Der Geschichtsforschung ist es bisher nicht gelungen,
wirklich gesamtdeutsche Darstellungen zu schreiben ..... Freiheit ist
immer auch ein Stück Beliebigkeit, Austauschbarkeit des Individuums,
Normierung und Nivellierung von Unterschiedlichkeiten. Wir leben
heute auch geistig in einer Wegwerfgesellschaft. Die DDR war eine
Aufhebegesellschaft."
    
    
    Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 46/2000 mit
    Erstverkaufstag am Donnerstag, 9. November 2000 ist unter
    Quellen-Nennung DIE ZEIT zur Veröffentlichung frei. Der Wortlaut
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