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Letztes Elementarteilchen kurz vor der Entdeckung

Hamburg (ots) - Der letzte noch fehlende Baustein der Materie, das sogenannte Higgs-Teilchen, könnte schon in den nächsten Tagen experimentell erzeugt werden. Das vermutet Peter Higgs, nach dem das Teilchen benannt ist. Der Physiker, der jahrelang keine Interviews gab, erklärt nun in einem Gespräch mit der ZEIT, dass der Riesenbeschleuniger LHC "möglicherweise schon sehr früh Hinweise auf das Higgs-Teilchen findet".

Der LHC, der Large Hadron Collider, geht am 10. September am Forschungszentrum Cern in Genf in Betrieb. "Allerdings wird es wohl noch gut zwei Jahre dauern, bis man wirklich überzeugende Ergebnisse hat", sagt Higgs, "schon weil die Datenauswertung einfach so lange dauert." Der 79-jährige Physiker, der zurückgezogen in Edinburgh lebt, hat die Existenz des Higgs-Teilchens schon in den sechziger Jahren theoretisch vorhergesagt. Wenn es tatsächlich nachgewiesen wird, so vermutet die Fachwelt, ist Peter Higgs ein sicherer Kandidat für den Nobelpreis. Das Higgs-Teilchen und das Higgs-Feld sollen erklären, wie subatomare Elementarteilchen zu ihrer Masse kommen. Diese Theorie gilt heute als Grundpfeiler der modernen Physik, ein experimenteller Nachweis fehlt allerdings seit vierzig Jahren.

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