Bundesärztekammer

Ärztetag fordert die Abschaffung des AiP

    Rostock (ots) - Nach der Novellierung der Approbationsordnung hat
der 105. Deutsche Ärztetag am Mittwoch die Bundesregierung dringend
aufgefordert, die Phase "Arzt im Praktikum" (AiP) nach dem Studium
unverzüglich durch eine Änderung der Bundesärzteordnung abzuschaffen.
Es sei nötig, die Zeit bis zur Erteilung der ärztlichen Approbation
zu verkürzen, damit der Arztberuf attraktiver und ein drohender
Ärztemangel verhindert werde. Nach der derzeitigen Planung könnte die
AiP-Phase erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung im Jahr 2009
wegfallen. Dieses Praktikum  müsse entweder sofort gestrichen oder
schrittweise im Laufe von drei Jahren verkürzt werden. Zudem müsse
unverzüglich über eine verbesserte Vergütung der Ärzte im Praktikum
verhandelt werden, forderte der Ärztetag. Ärzte würden nach
erfolgreichem mindestens 6-jährigem Studium einschließlich des
bereits absolvierten unbezahlten Praktischen Jahres die gleiche
Arbeit leisten., die auch von zukünftigen Ärztegenerationen aus
Model- und Reformstudiengängen erwartet werde.
      
    Durch den Beschluss des Bundesrates wird die neue
Approbationsordnung, die zum Wintersemester 2003/2004 an den
deutschen medizinischen Fakultäten gelten soll,  im Gegensatz zur
bisher seit 1970 bestehenden Studienordnung stärker den theoretischen
und den klinischen Unterricht verzahnen. Zudem wird die Ausbildung
in der Allgemeinmedizin erheblich verbessert. Die umstrittenen
Multiple-Choice-Fragen werden erheblich vermindert. Die Gruppengrößen
beim Unterricht am Krankenbett werden von 3 auf 2 Studenten und bei
Patientendemonstrationen von 8 auf 6 Studenten reduziert. Diese
verbesserte Ausbildung mache die Arzt-im-Praktikum-Phase überflüssig,
so der Ärztetag in Rostock.
    
    
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