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WDR/ARD veröffentlicht am kommenden Montag, 09.02.09, große Afghanistan-Umfrage - Gemeinsame Untersuchung mit ABC News und BBC vor Neuausrichtung der US- und NATO-Strategie

    Köln (ots) - Gut sieben Jahre nach dem Sturz der Taliban und im Vorfeld einer Neuausrichtung der Afghanistanstrategie von USA und NATO ver-öffentlicht der WDR am kommenden Montag eine repräsentative Umfrage zur Lage und zu den Zukunftserwartungen der Menschen in dem kriegsgeplagten Land.

    Die Befragung von 1534 Afghanen in allen 34 Provinzen gibt detailliert Auskunft über die soziale und wirtschaftliche Situation der Menschen, über das Verhältnis zu den ausländischen Truppen und Hilfsorganisationen sowie über die Erfahrungen mit der zunehmenden Gewalt im Krieg gegen die Taliban. Gefragt wurde auch nach Themen wie Korruption, Drogenanbau und der Zustimmung zu Anschlägen auf US-und NATO-Soldaten.

    Die neue Studie wird u.a. Aufschluss darüber geben, welchen Rück-halt die von US-Präsident Barack Obama geplante Verdoppelung der US-Truppen sowie die Ausweitung der Kämpfe gegen die Taliban und den Drogenanbau in der Bevölkerung haben. Zugleich wird sie sehr konkrete Hinweise liefern, an welchen Problemen der zivile Neuauf-bau ansetzen müsste, um das Vertrauen der Afghanen zurück zu ge-winnen.

    "Die zum Teil sehr dramatischen Ergebnisse der Umfrage werden die explosiven Dilemmata einer neuen Afghanistan-Politik deutlich ma-chen", kündigte Arnd Henze an, der als stellvertretender Aus-landschef das Projekt von WDR-Seite betreut hat. "Es haben sich Stimmungen in der Bevölkerung verfestigt, die auch der neue US-Präsident nur schwer umkehren kann."

    Die Ergebnisse der Afghanistan-Umfrage von ARD, ABC und BBC werden am Montag, 9.2., um 12 Uhr zeitgleich in Deutschland, USA und Großbritannien veröffentlicht werden.

    Im Ersten wird WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn die Befragung in der "Tagesschau" und in den "Tagesthemen" präsentieren und einordnen.

    Durchgeführt wurde die Befragung vom "Afghan Center for Socio-Economic and Opinion Research" in Kabul.

    Redaktion: Arnd Henze

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