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MONITOR: Zweifel an Schäubles Spendenversion

Köln (ots) - Die Übergabe der 100.000-Mark-Barspende des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber an den CDU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Schäuble im Jahr 1994 ist nach Recherchen des ARD-Magazins Monitor (ARD, 21 Uhr) erst drei Wochen nach dem von Schäuble eingeräumten Treffen mit Schreiber erfolgt. Aus Kontobewegungen Schreibers, die Monitor vorliegen, geht hervor, dass die Summe am 4. Oktober in der Schweiz bar abgehoben wurde. Notizen aus dem privaten Tagebuch Schreibers deuten außerdem daraufhin, dass Schreiber den Umschlag mit den Geldscheinen erst nach dem 10. Oktober über die damalige CDU-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister als "Botin" an Schäuble übergeben hat. Schäuble hatte dagegen mehrfach öffentlich versichert, Schreiber sei am 22. September, am Tag nach einem sogenannten Sponsorentreffen der CDU, in seinem Büro gestanden und habe das Geld persönlich überbracht. Mehr als ein Jahr später, am 30. Januar 1996, hat sich Schreiber dann in einem Brief offenbar hilfesuchend an Schäuble gewandt. Ein Sprecher Schäubles bestätigte, Schreiber habe den CDU-Fraktionschef "Schriftstücke über das gegen ihn laufende Steuerverfahren" zugesandt. Schäuble habe jedoch diesen Brief nicht zu Gesicht bekommen, er sei im Geschäftsgang erledigt worden. ots Originaltext: WDR Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Rückfragen Annette Metzinger, WDR-Pressestelle, Tel. 0221-220-2770 Redaktion Monitor, Tel. 0221 - 220-3124, -3125, -3126 Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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