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Geis: Eine Schande

Berlin (ots)

Zu der 1. Lesung zur pauschalen Aufhebung der
Urteile gegen Deserteure im Zweiten Weltkrieg erklärt der
rechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert
Geis MdB:
Der Weg zur Glorifizierung der Wehrmachtsdeserteure ist frei. Das
würde 60 Jahre nach dem Krieg niemanden mehr stören und wäre nichts
als eine weitere Dummheit, von denen sich diese Regierung viele
geleistet hat, hätte dies nicht Methode.
Die Wehrmachtsausstellung soll den Deutschen klarmachen, dass ihre
Soldaten im letzten Krieg Mitglieder einer Verbrecherbande gewesen
und pauschal als Mörder zu verurteilen seien. Also seien die
Deserteure die eigentlichen Helden.
So leicht geht dies aber nicht. Sicher, die Verleumder haben jetzt
einfacheres Spiel, weil nicht mehr so viele Kriegsteilnehmer leben,
die sich gegen eine solche Ungeheuerlichkeit wehren können. Die
Geschichtsforschung aber hat längst nachgewiesen, dass die Deserteure
in der Regel keine Widerstandskämpfer waren, sondern dass viele von
ihnen auch nach heutigen Maßstäben aus verwerflichen Gründen
gehandelt haben.
Damit Klarheit besteht: Wer in den letzten Wochen des Krieges als
junger Mensch die Truppe verlassen hat, um sein Leben und seine
Zukunft zu retten, hat nicht verwerflich gehandelt. Diese
standgerichtlichen Urteile der letzten Monate des Krieges wurden
längst pauschal aufgehoben. Auch die, welche mit ihrer Flucht gegen
den Wahnsinn Hitlers Widerstand leisten wollten, sind schon lange
rehabilitiert. Der Offizier aber, der seine jungen Soldaten, die ihm
anvertraut waren, im Stich gelassen hat und davongelaufen ist und
damit seine Untergebenen in Lebensgefahr gebracht hat, hat auch nach
heutigen Maßstäben verwerflich gehandelt. Wer ein solches Handeln
heute für gerechtfertigt erklärt, schadet unserer Rechtsordnung.
De Gaulle hat mit Blick auf die Deutschen gesagt: "Man erkennt den
Charakter eines Volkes auch daran, wie es nach einem verlorenen Krieg
mit seinen Soldaten umgeht". Wenn wir diejenigen, die weggelaufen
sind und damit andere in Not gebracht haben, jetzt als die
eigentlichen Helden des Krieges rechtfertigen, begehen wir gegen die
Unrecht, die ausgehalten haben, um den Schaden für unser Volk zu
begrenzen. Fast 60 Jahre nach dem Krieg handeln wir schändlich gegen
unsere Väter, die in den Krieg ziehen mussten, die nicht geflohen
sind, ihr Leben eingebüßt haben oder schwer verwundet worden sind
oder erst nach langer Kriegsgefangenschaft heimkehren konnten.

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