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Lensing/Fischer: Hybridzellen - Ausweg oder zusätzliches Dilemma in der Stammzellendiskussion ?

    Berlin (ots) - Zur Herstellung menschenähnliche Stammzellen aus
der Eizelle eines Kaninchens und einer menschlichen Hautzelle durch
chinesische Forscher erklären der Vorsitzende der
CDU/CSU-Arbeitsgruppe in der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der
modernen Medizin", Werner Lensing MdB und der zuständige
Berichterstatter in der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Axel E. Fischer MdB:
    
    Durch die Forschungsergebnisse in China ist eine völlig neue
Problemlage entstanden, die die Ethik-Diskussion um die Verwendung
von Stammzellen für therapeutische Zwecke betrifft. Chinesische
Forscher haben aus der Eizelle eines Kaninchens und einer
menschlichen Hautzelle sehr menschenähnliche Stammzellen hergestellt,
die sich erfolgreich vermehrt haben. Seit Januar sollen mit diesem
Verfahren 100 Embryonen geklont worden sein. Die Wissenschaftler
erhoffen sich, die mit dieser Methode gewonnenen Zellen zur Heilung
von Krankheiten einsetzen zu können.
    
    Wir verstehen, wenn viele Bürger diese Hybridzellenzüchtung als
schockierend empfinden und können vor vorschnellen Begeisterungsrufen
engagierter Forscher nur warnen. Wir unterstützen die deutschen
Wissenschaftler, die gegen entsprechende Forschungsansätze bereits
protestiert haben.
    
    Die rechtliche Zulässigkeit sowie der therapeutische Nutzen des
Verfahrens sind im übrigen noch völlig ungeklärt und müssten in die
anstehenden Ethikdiskussionen Eingang finden. Neu ist, dass es sich
nicht um einen vollständig menschlichen Embryo handelt. Gerade in der
Einebnung der Grenze zwischen Tier und Mensch liegt aber die
ungeheure ethische Brisanz.
    
    Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen fordern wir die
Bundesregierung auf, die Fördermittel für die Forschung an
nicht-embryonalen Stammzellen in Deutschland deutlich zu erhöhen. Die
US-Regierung fördert die Forschung an solchen nicht-embryonalen
Stammzellen, also zum Beispiel aus Nabelschnurblut, Tieren und
Körpern Erwachsener, mit mehr als 500 Millionen Mark. Im Vergleich
dazu sieht das Förderbudget von Forschungsministerin Bulmahn mit 18
Millionen Mark für drei Jahre lächerlich aus. Rot-Grün darf bei
dieser Zukunftstechnologie nicht fahrlässig die Abkopplung
Deutschlands vom internationalen Stand von Wissenschaft und Technik
betreiben.
    
    
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