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Jung: Das Thema Leben und Sterben für eine breite gesellschaftliche Debatte öffnen

Berlin (ots) - Kirchen starten "Woche für das Leben" zum Thema Anfang und Ende des Lebens

Die immer älter werdende Gesellschaft, die zunehmende Individualisierung jedes einzelnen und die damit zusammenhängende nachlassende Rolle von Familie stellen auch Fragen zum Bewusstsein für den Wert und die Würde des menschlichen Lebens neu. Hierzu erklärt der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung:

"Wir brauchen eine umfassende öffentliche Debatte über das Sterben in Würde. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt, dass beide Kirchen in ihrer "Woche für das Leben" das Thema aufgreifen und in ihren Gemeinden diskutieren. Wir hoffen, dass auch andere diesem Beispiel folgen.

Niemand befasst sich gerne mit dem Thema Sterben und Tod. Doch wir werden immer älter, dadurch steigt auch die Zahl der Krankheiten. Viele werden im Alter ohne die Unterstützung von Familie und Angehörigen sein. Die Möglichkeiten der Medizin sind scheinbar unbegrenzt. Dem gegenüber stehen eine stetige Verbesserung der Möglichkeiten zur Pflege - auch mit neuen technischen Hilfsmitteln -, neue Erkenntnisse in der Schmerztherapie bzw. Palliativmedizin zur Erhaltung der Lebensqualität und eine Vielzahl von Einrichtungen, die sich auf die Fürsorge älterer Menschen spezialisiert haben. Auch die im Bürgerlichen Gesetzbuch verankerte Patientenverfügung hat für mehr Transparenz bei ungewollten lebensverlängernden Maßnahmen geführt.

Wir werden uns als Gesellschaft aber auch als Einzelpersonen der Frage stellen müssen, wie wir künftig unser Leben auch im Sterben gestalten wollen.

Unsicherheiten und Ängste hinsichtlich dieses Themas sind bei den Menschen deutlich spürbar. Diese Verunsicherung hat dazu geführt, dass Menschen in den letzten Jahren als letztes Mittel einen assistierten Suizid in Betracht gezogen haben. Hierzu sind in Deutschland seit einigen Jahren Organisationen aktiv, die Hilfeleistungen zur Selbsttötung anbieten und damit ethische, moralische und religiöse Grundsätze nach einem menschenwürdigen Umgang mit dem Sterben infrage stellen.

Vor diesem Hintergrund wird auch die CDU/CSU-Bundestagfraktion noch in diesem Jahr ebenfalls in eine möglichst breite gesellschaftliche Debatte über den Umgang mit Mitmenschen am Lebensende und den Grundwerten unserer Gesellschaft eintreten.

Hintergrund:

Seit mehr als 20 Jahren leisten die evangelische und katholische Kirche mit der Woche für das Leben einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für den Wert und die Würde des menschlichen Lebens. Die Woche für das Leben findet vom 3. bis zum 10. Mai 2014 unter dem Thema "Herr, Dir in die Hände" (nach einem Gedicht von Eduard Mörike) statt. Für die Eröffnung der Woche für das Leben am 3. Mai 2014 in Erfurt wird das Lebensende in den Fokus gerückt.

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