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Hüppe: Union fordert bundeseinheitliche Standards für methadongestützte Behandlung

    Berlin (ots) - Der drogenpolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion,  Hubert Hüppe MdB, erklärt:
    
    Einheitliche Mindeststandards für die psychosoziale Begleitung in
der methadongestützten Behandlung sind längst überfällig. Eine jetzt
eingegangene Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische
Frage zur Methadon-gestützten Behandlung macht deutlich, dass die
Bundesregierung weder einen Überblick über die genaue Zahl der
Substituierten hat, noch Klarheit hinsichtlich der Finanzierung der
substitutionsgestützten Therapie in den einzelnen Bundesländern oder
deren Umfang und Qualität herstellen kann.
    
    Noch immer fehlt eine bundesweit verbindliche Definition der
rechtlich erforderlichen psychosozialen Begleitung bei der
Methadon-gestützten Behandlung.
    
    Weder steht fest, wie regelmäßig die psychosoziale Begleitung
erfolgen soll, noch gibt es Qualitätsmaßstäbe, noch eine einheitliche
Finanzierung. So weiß der substituierte Patient nicht, worauf genau
er einen Anspruch hat.
    
    Umso unverständlicher ist dies vor dem Hintergrund, dass die
Bundesregierung immer wieder die Wichtigkeit der psychosozialen
Begleitung bei der methadongestützten Behandlung beschworen hat.
Zudem weisen Fachleute der Suchtkrankenverbände immer wieder auf
diese Regelungslücke hin.
    
    Bei der Festlegung der Behandlungskriterien müssen hohe
Anforderungen an die Qualität gestellt werden. Schließlich stellt die
psychosoziale Behandlung die eigentliche Therapie dar, und das
Substitutionsmittel soll dem Patienten nur den Zugang zur Therapie
ebnen.  Am Ende soll, wenn auch oft langfristig, die Drogenfreiheit
als Therapieziel stehen.
    
    Eine reine Suchtstoffversorgung hingegen würde lediglich eine
Ruhigstellung des Patienten bedeuten und seine Sucht
aufrechterhalten.
    
    Zudem vermindert eine regelmäßige psychosoziale Begleitung die
Risiken eines Methadonmißbrauchs.  Zum Gesundheitsschutz des
Patienten tritt somit auch die Vorbeugung gegen den Drogentod in
Zusammenhang mit dem Methadonschwarzmarkt.
    
    Eine für den Hilfesuchenden verläßliche, bundesweit zugängliche
substitutionsgestützte Therapie hat zur Voraussetzung, dass die
Kostenträgerschaft eindeutig geklärt ist. Hierzu leistet die
Bundesregierung keinen Beitrag, sondern muß jetzt eingestehen, über
die Kostenstruktur der psychosozialen Begleitung bei der
methadongestützten Behandlung nicht einmal informiert zu sein.
    
    Angesichts der Chancen, durch eine qualifizierte
Substitutions-behandlung Menschen helfen zu können, und angesichts
der hohen Zahl von mittlerweile etwa 50 000 Substituierten muß die
Bundesregierung statt vollmundiger Beschwörungen endlich ein
umfassendes Konzept zur bundesweiten Regelung der psychosozialen
Begleitung vorlegen.
    
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