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Laumann: Wer schlechte Karten hat, der lügt

    Berlin (ots) - Zum heutigen Interview des Bundeskanzlers in der BILD Zeitung erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Karl-Josef Laumann MdB:

      Der Bundeskanzler hat in einem Interview der BILD Zeitung vom
06.04.01 zum Thema Konjunkturkrise und Arbeitslosigkeit folgendes
gesagt:

    Zitat: Im letzten Jahr der Regierung Kohl gab es in Deutschland 4,8 Mio. Arbeitslose, vergangenes Jahr waren es eine Million weniger.

    Diese Aussage ist in jeder denkbaren Hinsicht falsch und irreführend.

    Im Durchschnitt des Jahres 1998 betrug die Zahl der Arbeitslosen 4.279.288  und im Durchschnitt des Jahres 2000  3.888.652. Das sind 390.336 weniger. Bezogen auf den Monat der Regierungsübernahme sehen die Zahlen wie folgt aus:

    Oktober 1998        3,9 Mio.

    Oktober 2000        3,6 Mio.

    Bezogen auf den Dezember der Vergleichsjahre:

    Dezember 1998      4,2 Mio.

    Dezember 2000      3,8 Mio.

    Es handelt sich in allen Fällen um einen Abbau von max. 300-400.000 Arbeitslosen im 2-Jahres-Vergleich und nicht - wie vom Bundeskanzler behauptet - von 1 Mio. Wenn man dann noch weiß, dass sich die Arbeitslosenzahlen allein aus demographischen Gründen jährlich um 200.000 verringern, so ist ein wirklicher Abbau von Arbeitslosigkeit nicht erfolgt.

    Wenn der Bundeskanzler nun von 1 Mio. weniger Arbeitslosen spricht, täuscht er bewusst die Öffentlichkeit oder er weiß nicht wovon er redet.


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