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Brunnhuber: Verkehrsleistung der DB Cargo im Jahr 2000 wird von der Bundesregierung und der DB AG schöngerechnet!

    Berlin (ots) -
    
    Der stellvertretende verkehrspolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Georg Brunnhuber MdB, wirft der
Bundesregierung angesichts der neuerlichen Diskussionen zur
Bahnreform vor, eigene Versäumnisse in der Bahnpolitik zu vertuschen:
    
    "Dass wir besser werden müssen, wissen wir, und wir arbeiten
daran", ließ Bahnchef Mehdorn völlig zurecht in einer
Pressemitteilung vom 15.03.2001 verlauten. Dass bei der Bahn AG und
der Bahnpolitik der Bundesregierung nahezu alles schief läuft, ist ja
auch hinreichend bekannt. Überraschend waren in diesem Zusammenhang
nur die Zahlen, die dem Ausschuss für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
von Bahnchef Mehdorn bezüglich der Verkehrsleistung im
Eisenbahngüterverkehr vorgelegt wurden und auf die sich
Bundesverkehrsminister Bodewig bei seinen scheinbaren
Erfolgsmeldungen beruft.
    
    In der "Zwischenbilanz Bahnreform" vom 15.11.2000 der DB AG wird
behauptet, die Verkehrsleistung der DB Cargo sei um 16,2 Prozent
gegenüber dem Vorjahreszeitraum angestiegen. Bei näherem Hinsehen
ergibt sich jedoch ein ernüchterndes Bild: Laut Statistischem
Bundesamt hat die Verkehrsleistung der DB Cargo nur um 6 Prozent
zugelegt - und dies nach einem starken Verkehrsrückgang der DB Cargo
im Krisenjahr 1999! Insofern wurde gerade einmal das Niveau von 1998
wieder erreicht. Und dies ist wahrlich keine Erfolgsmeldung!
Schöngerechnet wurden die Zahlen durch die Deutsche Bahn AG, indem
man die Verkehrsleistungen der zugekauften Railion Benelux einfach
dazurechnete.
    
    Dass der verkehrspolitische Sprecher der Grünen und
Aufsichtsratsmitglied der DB AG, Albert Schmidt, diese
Zahlentrickserei noch mit der Behauptung untermauert, die angeblich
auf 16 Prozent gestiegene Verkehrsleistung der DB Cargo sei auf die
Verlagerungswirkung der sogenannten "Ökosteuer" zurückzuführen, ist
in diesem Zusammenhang völlig abwegig und wird noch nicht einmal von
der DB AG bestätigt.
    
    Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Verkehrsleistung
der DB Cargo weiterhin auf einem viel zu niedrigen Niveau verharrt
und von einer Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene
keineswegs gesprochen werden kann. Gerade im Hinblick auf die
Prognose von Minister Bodewig, der bis zum Jahr 2015 die
Gütertransporte auf den Gleisen von 71 Milliarden Tonnenkilometern im
Jahr 1999 auf 150 Milliarden Tonnenkilometer verdoppelt sehen will,
sind die spärlichen Verkehrsleistungen der DB Cargo mehr als
alarmierend.
    
    Vor diesem Hintergrund fordere ich die Bundesregierung auf,
endlich Umstrukturierungen im Zuge der Bahnreform vorzunehmen und
eine Trennung von Netz und Betrieb schnellstmöglichst voranzubringen.
Dabei sollte sich Bundesverkehrsminister Bodewig nicht weiter von den
Befindlichkeiten des Bahnchefs Mehdorn leiten lassen, sondern eine
vernünftige Wettbewerbssituation schaffen, die eine Steigerung des
Güterverkehrs auf der Schiene garantiert. Sollte es der
Bundesregierung nicht gelingen, dieses Ziel am besten sofort
anzustreben, ist der Verkehrsinfarkt geradezu vorprogrammiert.
    
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