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Reiche: Klare Absage an das Klonen von Menschen - Bundesregierung muss Bioethik-Konvention umgehend unterzeichnen

Berlin (ots) - Zu den Ankündigungen internationaler Wissenschaftler in Rom, in naher Zukunft Menschen zu reproduktiven Zwecken zu klonen, erklärt die Beauftragte für Rote Gentechnik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche MdB: Die Ankündigung des italienischen Fortpflanzungsmediziners Severino Antinori, in naher Zukunft Menschen zu klonen, muss die Bundesregierung aufrütteln. Der Gedanke, dass jemand erzeugt wird, um einem anderen zu gleichen, ist unerträglich. Das schon heute in Deutschland geltende Verbot des reproduktiven Klonens muss unbedingt bestehen bleiben. Das menschliche Leben muss unverfügbar bleiben, da jeder Mensch seine individuelle, ihm eigene Menschenwürde besitzt. Deutschland hat die Pflicht, ethische Diskussionen auch international mitzubestimmen und entsprechende international gütige Rechtssetzungen mitzugestalten. Das Klonen von Menschen kann niemals das Ziel der Bio- und Gentechnik sein. Die Ächtung des Klonens von Menschen kann aber nicht allein mit den Mitteln der nationalen Gesetzgebung gelingen. Angesichts der internationalen Verflechtungen in Forschung, Entwicklung und Anwendung müssen einheitliche international gültige Schutzbestimmungen angestrebt werden. Insbesondere in den Ländern der Europäischen Union und des Europarats muss die Bundesregierung auf einheitliche rechtliche Standards hinwirken. Der Maßstab ist dabei das hohe Schutzniveau, das in Deutschland unter der unionsgeführten Bundesregierung rechtlich fixiert wurde. Vor wenigen Tagen ist das Klonverbot des Europarats in Kraft getreten. 24 Staaten haben es unterzeichnet, nicht aber Deutschland, da das Klonverbot ein Zusatzprotokoll der von Deutschland ebenfalls nicht unterzeichneten Bioethik-Konvention ist. Ich fordere die Bundesregierung auf, die Bioethik-Konvention umgehend zu unterzeichnen. Nur wer mit seiner Unterschrift seine Entschlossenheit dokumentiert, kann international glaubwürdig und kompetent handeln. Die Konvention ist ein wichtiger Schritt in die Richtung eines einheitlichen und hohen europäischen Schutzniveaus. In der Konvention sind rechtliche Mindestnormen festgelegt. Weitergehende Schutzvorkehrungen in den einzelnen Unterzeichnerstaaten bleiben von der Konvention ausdrücklich unberührt. Die erschreckende Äußerung Antinoris: "In der Wissenschaft und im Leben gibt es keine Grenzen" braucht eine klare Absage. Die Bundesregierung muss handeln. ots Originaltext: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Pressestelle Tel.: (030) 227-52360 Fax: (030) 227-56660 Internet: http://www.cducsu.bundestag.de E -Mail: fraktion@CDUCSU.Bundestag.de Original-Content von: CDU/CSU - Bundestagsfraktion, übermittelt durch news aktuell

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