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CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Kors: CDU fordert keine Schlechterstellung der Spätaussiedler gegenüber anderen Zuwanderern

Berlin (ots)

Die Aussiedlerbeauftragte der CDU Deutschlands und
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eva-Maria Kors MdB, erklärt:
Ich freue mich, dass der neue CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer
anlässlich der CDU-Aussiedlerbeauftragtenkonferenz am 7. Dezember
2000 in Berlin die Gelegenheit genutzt hat, den Teilnehmern der
Konferenz weitere Unterstützung durch die CDU bei ihrer wichtigen
Arbeit zuzusichern. Meyer betonte, dass die CDU um die Probleme der
Aussiedler und Spätaussiedler wisse und sich weiterhin um deren
politische und persönliche Belange kümmern werde. Er verwies aber
auch auf die Notwendigkeit, angesichts ähnlicher Integrationsprobleme
bei Ausländern und Aussiedlern in Deutschland vor dem Hintergrund der
aktuellen Zuwanderungsdiskussion über mögliche gemeinsame Lösungen
nachdenken zu müssen.
Diesen Gedanken Meyers aufgreifend, habe ich mich dafür
ausgesprochen, dass am Ende der derzeitigen Zuwanderungsdebatte aber
keinesfalls weitere Benachteiligungen für die Spätaussiedler und ihre
Familien gegenüber anderen Zuwanderungsgruppen stehen dürften. Durch
die Quotierung auf 100.000 Personen im Jahr, die Wohnortzuweisung,
die Durchführung des Sprachtests und die fünfjährige Wartezeit im
Herkunftsgebiet unterliegen die Spätaussiedler und ihre Familien
bereits heute Beschränkungen, denen keine andere Zuwanderungsgruppe
in dieser Weise unterworfen ist.
Im Verlauf der Sitzung habe ich ausdrücklich betont, dass auch für
Spätaussiedler und ihre Familien die Verpflichtung besteht, sich hier
in Deutschland zu integrieren. Dies gilt für alle Zuwanderer. Es ist
daher sinnvoll, darüber nachzudenken, Integrationsangeboten einen
verpflichtenden Charakter zu geben. Die konkrete Ausgestaltung dieser
Angebote müssen aber wohl überlegt sein. In die notwendigen
Gesamtüberlegungen mit einzubeziehen sind etwa die Fragen der
Förderung von Sprachkursen sowie berufsfördernde Qualifizierungs- und
Ausbildungsmaßnahmen in den Herkunftsgebieten für die Antragsteller
und ihre Familien auch als Vorbereitung auf die Einreise nach
Deutschland. Vor allem müssen Regelungen für die
Familienzusammenführung und den Nachzug von Kindern gefunden werden,
die die teilweise tragischen Schicksale in angemessener Weise
berücksichtigen.
Begrüßenswert ist die Erhöhung des noch von der CDU-geführten
Bundesregierung geschaffenen Integrationstitels im Bundeshaushalt
2001. Für falsch halte ich aber weiterhin die massiven Kürzungen der
Bundesregierung im Bereich der Hilfen für die Herkunftsländer. Wer
die Integration in Deutschland fördern will, darf die Menschen in den
Herkunftsgebieten nicht vergessen. Begonnene Projekte müssen zu Ende
geführt und den Russlanddeutschen eine Perspektive gegeben werden.
Zur Bildung mafiöser Strukturen hat die Streichung der
Rückführungskosten geführt. Bei den Busfahrten nach Deutschland hat
es bereits Überfälle und Tote gegeben.
Als sehr problematisch und teilweise dramatisch stellt sich die
politische und wirtschaftliche Situation in Kasachstan und Kirgisien
dar. Viele Deutschstämmige werden aus Kasachstan vertrieben und
wandern nach Westsibirien aus. In Kirgisien droht Krieg. Große
Probleme bereitet allgemein die schlechte Gesundheitsversorgung der
Bevölkerung.
Einigkeit bestand unter den Teilnehmern der Konferenz hinsichtlich
der Notwendigkeit einer besseren Aufklärung der einheimischen
Bevölkerung über das besondere Schicksal der Aussiedler und
Spätaussiedler in Deutschland. Berichte von Zeitzeugen in Schulen
oder in anderen Veranstaltungen über ihre persönliche Geschichte
könnten hierzu beitragen und sollten gefördert werden.
Nur wer die Geschichte und die Schicksale der Aussiedler und
Spätaussiedler und ihrer Familien besser kennt, kann diesen Menschen
mehr Verständnis und größere Akzeptanz entgegenbringen. Nur so wird
die von uns gewünschte Integration gelingen. Und dafür wird sich die
CDU Deutschlands weiter engagieren!

Rückfragen bitte an:

CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Tel.: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.bundestag.de
E -Mail: fraktion@CDUCSU.Bundestag.de

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